Expo Real

Essen will auf Immobilien-Messe Investoren locken

Vl.: Andreas Reichau (OFB Projektentwicklung), OB Thomas Kufen, Jens Platt (OFB) und Wirtschaftsförderer Andre Boschem auf der Expo Real mit den Plänen für das neue Literaturquartier an der Friedrichstraße.

Vl.: Andreas Reichau (OFB Projektentwicklung), OB Thomas Kufen, Jens Platt (OFB) und Wirtschaftsförderer Andre Boschem auf der Expo Real mit den Plänen für das neue Literaturquartier an der Friedrichstraße.

Foto: Nadine Rupp / Ruppografie

Essen.   Stadt und Wirtschaftsförderung präsentieren Essen derzeit auf der Expo Real. Mit diesen Projekten wollen sie Essen ins Gespräch bringen.

Die Stadt Essen, die Wirtschaftsförderung und neun Partner aus der hiesigen Immobilienbranche werben seit Montag für Essen als Immobilienmarkt und Wirtschaftsstandort. Die Bühne dafür ist noch bis zum Mittwoch Europas größte Immobilienfachmesse Expo Real in München. „Wir präsentieren die Stadt Essen als attraktiven Immobilien-Standort der Metropole Ruhr, um nationale und internationale Investoren für Essen zu begeistern“, sagte Oberbürgermeister Thomas Kufen zum Auftakt.

Mit ihrem Auftritt wollen Stadt und Wirtschaftsförderung sowohl die Fachwelt – Projektentwickler oder Architekten – als auch Investoren auf Essen aufmerksam machen. Besonders im Fokus der Messebesucher dürften dieses Mal das geplante Projekt an der Huyssenallee sowie das neue Wohn- und Büroquartier an der Friedrichstraße/Bert-Brecht-Straße stehen.

Baustart für neues Wohnhochhaus

An der Huyssenallee plant der Essener Investor Peter Jänsch unter anderem ein 60 Meter hohes Wohnhochhaus, sowie Seniorenwohnungen und Büros. Die Arbeiten haben am Montag mit dem Entkernen der bestehenden Gebäude begonnen. Der Abbruch der sechs von insgesamt sieben Gebäude auf dem Areal gegenüber der Philharmonie soll dann im November beginnen. „Ein neues Wohnhochhaus in Essen ist schon ein besonderes Signal“, das man gern auch in München zeigen wolle, sagte die verantwortliche Projektentwicklerin Kerstin Memering. Für die ans Hochhaus angrenzenden Büroflächen soll es schon einen ersten namhaften Mieter geben, hieß es am Montag, ohne Details zu nennen.

Das zweite Projekt, das die Stadtentwicklung in den kommenden Jahren prägen dürfte, ist auf dem alten Gelände der Zentrale der Funke Mediengruppe, zu der auch diese Zeitung gehört, angedacht. Nach dem Umzug des Verlagshauses ins Univiertel will der Investor OFB unter dem Projektnamen „Literaturviertel“ an der B224 ein Quartier entwickeln, das mit offener Architektur, begrünten Dächern und Plätzen punkten soll. Geplant ist eine Mischung aus Büros, Wohnungen, Hotel sowie Gastronomie- und Einkaufsangeboten. Zur Expo Real veröffentlichte OFB jetzt auch eine visuelle Skizze, wie das Quartier architektonisch umgesetzt werden könnte.

Bürovermietungen auf gutem Niveau

Nach dem großen Erstaufschlag im vergangenen Jahr ist auch die Thelen-Gruppe mit ihrem StadtQuartier „Essen 51“ wieder auf der Expo Real vertreten. Im nördlichen Krupp-Gürtel sind u.a. rund 2500 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe geplant.

Dass Essen nicht nur als Wohnstandort gefragt ist sondern auch für Unternehmen, zeigen die aktuellen Zahlen zur Bürovermietung. In den ersten drei Quartalen betrug der Flächenumsatz 104.000 Quadratmeter. Die Wirtschaftsförderung geht von einem Jahresumsatz um die 120.000 Quadratmeter aus. Damit würden sich die Büroneuvermietungen in etwa auf dem recht guten Niveau des Vorjahres bewegen.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben