Gastronomie

Essen: Über 1300 Unterschriften für größere Außen-Gastro

Wirte nutzen Parkplätze für die Außengastronomie: Diese Regelung soll dauerhaft erhalten bleiben, so die Forderung der Petition.

Wirte nutzen Parkplätze für die Außengastronomie: Diese Regelung soll dauerhaft erhalten bleiben, so die Forderung der Petition.

Foto: Katrin Böcker / FUNKE Foto Services / FFS

Essen-Rüttenscheid.  Über 1300 Bürger unterstützen die Initiative aus Essen-Rüttenscheid, dass Wirte dauerhaft Parkplätze für ihre Außengastronomie nutzen dürfen.

Viele Wirte haben übergangsweise das Recht erhalten, Parkplätze vor der Tür für Außengastronomie nutzen zu dürfen. Der Rüttenscheider Daniel Senzek hat eine Petition ins Leben gerufen, damit aus der provisorischen eine dauerhafte Lösung werden soll. Im August gestartet hat er bislang 1345 Unterschriften erhalten.

Petition aus Essen-Rüttenscheid soll Rat und Bezirksvertretung übergeben werden

Noch sei die Frist für die Petition nicht ganz abgelaufen, erklärt Senzek. Wahrscheinlich werde sie noch rund zwei bis drei Wochen auf der Seite chance.org im Netz angeklickt werden können. Ein Ende soll die Aktion aber auf jeden Fall rechtzeitig finden, um sie möglichst früh sowohl dem neu gewählten Rat als auch der Bezirksvertretung II zukommen zu lassen.

Erwartungsgemäß hat Senzek von einer Reihe an Gastronomen ein dickes Lob für seine Initiative erhalten. Wirte von der Rü waren es, mit denen er gemeinsam die Idee ersonnen hatte. Er wolle einen Beitrag leisten, um zum einen die Atmosphäre der Gastromeile in Rüttenscheid zu erhalten, und zum anderen den Gastronomen insgesamt zu helfen. Durch die Coronaregeln könnten sie nun mal weniger Besucher in den eigenen Räumen aufnehmen und seien froh, wenn sie Plätze vor der Tür unter freiem Himmel anbieten könnten. Im Übrigen sei, bezogen auf den Stadtteil, damit auch eine Bereicherung für das Flair im Ausgehviertel verbunden.

Initiator will auf die Kritik von Händlern der Einkaufsmeile eingehen

Dem Rüttenscheider ist allerdings auch die Kritik an seiner Initiative nicht verborgen geblieben. Zahlreiche Händler hatten nach dem Auftakt der Aktion moniert, dass nicht noch mehr Parkplätze wegfallen dürften. Das könne wiederum ihre Existenz bedrohen. Sie seien auf Kundschaft angewiesen, die in unmittelbarer Nähe zu den Läden auch ihren Wagen abstellen könnten. Angesichts dieser Kritik habe er begonnen, nach Ausweichlösungen zu suchen, berichtet Senzek. Man müsse sicherlich noch einmal darüber nachdenken, ob über den gesamten Winter hinweg wirklich alle Betreiber, die jetzt Außenflächen in Anspruch nehmen, sie dann auch die ganze Zeit über benötigen. Er feile derzeit an einem Konzept, das die Interessen der Händler mit beachte. Bis zum Start der neuen Amtsperiode von Rat und Bezirksvertretung soll das Papier fertig sein.

Als Daniel Senzek mit der Petition startete, erhielt er anfangs bis zu 50 Unterschriften täglich. Von solchen Zahlen sei er inzwischen zwar entfernt, aber es würden sich doch nach wie vor recht viele Unterstützer für die Initiative finden, erklärt der 35-Jährige.

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