Volle acht Jahrzehnte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs – da müsste doch, könnte man meinen, alles was damit zusammenhängt, in dieser Stadt längst entdeckt sein: penibel vermessen, digital kartiert, im Detail dokumentiert. Von wegen. Stadtarchäologe Detlef Hopp macht sich jetzt auf die Suche nach den letzten steinernen Zeugen der Kriegsjahre: den Einmannbunkern.
Versteckt zwischen Bäumen oder irgendwo auf der grünen Wiese eine betonierte Haube, die unwillkürlich an einen Zuckerhut erinnert: einsneunzig groß, einssechzig im Durchmesser. Hier gab es in unsicheren Zeiten Sicherheit für einen einzigen – obwohl die Menschen doch massenhaft Schutz suchten, wenn die Bomben fielen.


