Kommentar

Eskalation in Steele nimmt beängstigende Züge an

Essen.  Der Essener Stadtteil Steele – eine Bühne für sinnlose Polit-Prügeleien? Ein absurdes, aber leider nicht unrealistisches Szenario.

Zuerst nahm die Steeler Jungs bei ihren „Spaziergängen“ niemand so recht wahr. Doch dann setzte – Schritt für Schritt – eine Eskalation ein, die mittlerweile beängstigende Züge annimmt. Auf jeden Aufmarsch der einen Seite reagiert die andere mit Gegendemos und Kundgebungen.

Ein Zurück kann es für keine der beiden Seiten mehr geben, weil das jeweils einer Kapitulation gleich käme. Deshalb wird munter an der Eskalationsspirale gedreht und aufgerüstet. Die Steeler Jungs erfahren Verstärkung aus dem rechtsextremen Lager und von fragwürdigen Neonazi-Größen wie Siggi Borchardt aus Dortmund. Und nun mischt sich auch noch eine anonyme Anarcho-Antifa-Gruppe ein, die das an sich friedliche Steele als Nazi-Kiez abstempelt. Geht’s noch?

Ein auswärtiger Aufmarsch militanter und gewaltbereiter Chaoten, die einen Stellvertreter-Krieg suchen, in Wirklichkeit aber mit Politik gar nichts im Sinn haben, ist das Letzte, was Steele jetzt braucht. Steele - eine Bühne für sinnlose Polit-Prügeleien? Ein absurdes, aber leider nicht unrealistisches Szenario.

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