Grün-Planung

Der Krupp-Park wächst bis zum Jahr 2020 um elf Hektar

Die Sportanlage im Krupp-Park-Süd zwischen Berthold-Beitz-Boulevard (links im Bild), der Frohnhauser Straße, der Haedenkampstraße und der Altendorfer Straße steht vor der Eröffnung. Im Park gehen die Arbeiten weiter.

Die Sportanlage im Krupp-Park-Süd zwischen Berthold-Beitz-Boulevard (links im Bild), der Frohnhauser Straße, der Haedenkampstraße und der Altendorfer Straße steht vor der Eröffnung. Im Park gehen die Arbeiten weiter.

Foto: Gohl

Essen.   Mit der Eröffnung der Sportanlage im Krupp-Park-Süd rückt auch die Fertigstellung der Grünanlage näher. 2018 geht es auf die Zielgerade.

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„Als Kind habe ich früher hier gespielt“, erzählt Björn Schwinning und zeigt hinüber nach Altendorf. Wenn der Landschaftsarchitekt heute Besuch von alten Freunden bekommt, die schon vor Jahren weggezogen sind aus Essen, dann erkennt der Besuch die alte Heimat kaum noch wieder, berichtet Schwinning. Was auch am Krupp-Park liegt, der sich nördlich der Frohnhauser Straße bis zur Bottroper Straße erstreckt.

2010 wurde der nördliche Teil des Parks eröffnet

Vor nunmehr zehn Jahren hatte der Rat der Stadt beschlossen, das weitläufige Gelände, auf dem einst die Schlote und Schmieden der kruppschen Gussstahlfabriken standen, in eine Parklandschaft zu verwandeln. Der Landschaftsarchitekt Andreas Kipar lieferte dazu den Entwurf für eine sanfte Hügellandschaft. 2010 wurde der nördliche Teil zwischen Altendorfer Straße und Pferdebahnstraße eröffnet. Nun, da im südlichen Teil zwischen Frohnhauser und Altendorfer Straße die neue städtische Sportanlage vor der Eröffnung steht, rückt auch die Fertigstellung der Parklandschaft näher.

Noch erinnert der Park hier allerdings eher an eine Mondlandschaft. Allein die beiden leuchtend grünen Kunstrasenplätze sorgen für Farbtupfer – und die rote Asphaltdecke des Rad- und Spazierweges, der das matschige Gelände durchzieht.

Es ist eine gestaltete Landschaft, am Zeichentisch erdacht und mit schwerem Gerät modelliert auf kruppschem Mutterboden. In wenigen Jahren sollen Bäume Schatten spenden. 1,5 Meter dick musste unbelasteter Boden aufgetragen werden, damit die Bäume Wurzeln schlagen. Das Erdreich darunter wurde zuvor abgedichtet.

Anders als der etwa zwölf Hektar große nördliche Teil des Parks, wo Spielplätze und ein künstlicher See zum Verweilen einladen, sollen die elf Hektar des südlichen Teils vor allem der Natur vorbehalten bleiben. Zur Erinnerung: Der Krupp-Park ist der landschaftliche Ausgleich für den Bau des Hauptquartiers von Thyssen-Krupp und für den Berthold-Beitz-Boulevard.

Das Land fördert den Umbau mit 2,2 Millionen Euro

Landschaftsarchitekt Björn Schwinning von Grün und Gruga, vor dem dritten und letzten Bauabschnitt. Es handelt sich um ein drei Hektar großes Areal am westlichen Rand des Geländes. Noch hat die Autoverwertung Franz Maag hier ihren Sitz. Im Dezember läuft der Mietvertrag aus. Ab 2018 wird ein Bagger den mit Betonplatten versiegelten Boden aufbrechen und Stützmauern einreißen, bevor das tiefer liegende Grundstück mit Erdreich aufgefüllt wird. 2,7 Millionen Euro hat Grün und Gruga allein für diesen Teil des Krupp-Parks veranschlagt, rund sechs Millionen sollte die gesamte Grünanlage kosten. Da kommt die Nachricht aus Düsseldorf gerade recht: Für die Gestaltung des Parks erhält Essen rund 2,2 Millionen Euro aus dem Landesprogramm mit dem schönen Titel „Zukunft Stadtgrün“. In naher Zukunft hat Björn Schwinning also einiges zu tun. 2020 soll der Krupp-Park in Gänze fertig sein. Sein Besuch wird staunen.

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