Demo in Steele

Demo zum Weltflüchtlingstag: „Klare Kante gegen Rassismus“

Im April 2019 demonstrierte das Bündnis „Steele bleibt bunt“ gegen den wöchentlichen Aufmarsch der „Steeler Jungs“ in dem Stadtteil.

Im April 2019 demonstrierte das Bündnis „Steele bleibt bunt“ gegen den wöchentlichen Aufmarsch der „Steeler Jungs“ in dem Stadtteil.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.   In Steele kommt es häufig zum Zusammenprall bunter Bürgerinitiativen und rechter „Steeler Jungs“. Nun ist dort eine Demo gegen Rassismus geplant.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus Essen“ veranstaltet am Weltflüchtlingstag an diesem Donnerstag, 20. Juni, um 17.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Kaiser-Otto-Platz in Essen-Steele.

Dabei wollen die Veranstalter daran erinnern, dass Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben gekommen sind, während „die EU Europa immer mehr zu einer Festung ausbaut“. Gleichzeitig gebe es „in unserem Alltag“ immer mehr Hass, Hetze und rassistische Gewalt. Am Donnerstag wolle man gegen die „europäische Abschottungspolitik“ demonstrieren und jene Menschen ins Licht rücken, die durch Krieg, Gewalt, Vertreibung, Armut und auch durch die Folgen der Klimakatastrophe gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Nicht die Flucht sei ein Verbrechen, sondern eine Politik, die erst Flüchtlinge schaffe. Neben Redebeiträgen solle es bei der Kundgebung ein musikalisches Programm geben; so werde die Essener Band „Flamingo Me“ auftreten.

Demo gegen Rassismus, AfD und rechte Bürgerwehren

Man wolle in Steele „klare Kante“ gegen Rassismus, die AfD und rechte Bürgerwehren setzen, sagen die Veranstalter. In dem Stadtteil sind jeden Donnerstag die „Steeler Jungs“ unterwegs: Während diese von einem „Spaziergang mit Freunden“ sprechen, bezeichnen Initiativen wie „Aufstehen gegen Rassismus Essen“ die Steeler Jungs als rechte Bürgerwehr. Und Ende Mai hat der Rat der Stadt Essen eine Resolution verabschiedet, mit der er den wöchentlichen Treffen der Steeler Jungs eine Absage erteilt. Man wende sich gegen eine Verharmlosung der Gruppe und unterstütze lokale Initiativen wie das Bürgerbündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“, die sich für ein friedliches Zusammenleben in den Stadtteilen einsetzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben