Demonstration

Demo gegen die Entwicklung im Essener Nordviertel geplant

Das Eltingviertel im Nordviertel ist ein historisches Wohnquartier in Essen. Künstler und soziale Initiativen haben nun zu einer Demonstration gegen die Entwicklung im Gebiet aufgerufen.

Das Eltingviertel im Nordviertel ist ein historisches Wohnquartier in Essen. Künstler und soziale Initiativen haben nun zu einer Demonstration gegen die Entwicklung im Gebiet aufgerufen.

Foto: Hand Blossey

Essen.   Am Eltingplatz wird am Freitag gegen die Entwicklung im Essener Nordviertel demonstriert. Bürger können ihre Meinung am offenen Mikrofon äußern.

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Zu einer Demonstration am Eltingplatz im Essener Nordviertel rufen am Freitag, 10. August, Künstler und soziale Initiativen auf. Ab 16 Uhr protestieren sie unter dem Motto „Ein gutes Leben für alle!“ gegen die Entwicklung in dem Quartier, sagt Anabel Jujol vom Antirassismus-Telefon. Man habe Sorge, dass es in nördlicher City und Nordviertel Verdrängungsprozesse gebe.

Die gewünschte Aufwertung zum Kreativquartier „steht nicht für ein weltoffenes, progressives und kulturelles Umfeld“, sagen die Veranstalter. So sei die Stadt vergangenes Jahr mit „strengen Verordnungen“ gegen Bettler, Straßenkünstler und Wohnungslose vorgegangen.

„Es gibt Anzeichen von Gentrifizierung“

Die Maßnahmen verursachten ein Klima der Angst und verdrängten arme Menschen aus ihrer Umgebung. Ratsfrau Jujol mahnt: „Es gibt Anzeichen für eine Gentrifizierung.“ Der Begriff beschreibt, wie ärmere Stadtteile zunächst von Künstlern entdeckt werden, dann als angesagt gelten und so teuer werden, dass die ursprünglichen Bewohner weichen müssen.

Als Anzeichen für eine Verdrängung werten die Demo-Veranstalter auch die jüngsten Razzien von Polizei und Ordnungsbehörden gegen organisierte Kriminalität. „Unter dem Vorwand der Bekämpfung von Familienclans“ würden Bewohner und Geschäftsleute schikaniert. Eine diskussionswürdige Behauptung – und so trifft es sich, dass es bei der Kundgebung ein offenes Mikrofon für Redebeiträge geben wird.

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