Weltkulturerbe

Dämpfer für das geplante Gründerzentrum auf Zollverein

Auch sie stehen unter Denkmalschutz: die Gerüste der ehemaliger Kühltürme auf Zollverein.

Auch sie stehen unter Denkmalschutz: die Gerüste der ehemaliger Kühltürme auf Zollverein.

Foto: Ulrich von Born

Essen.  Der Berliner Investor Reinhard Müller muss seine Pläne für ein Gründerzentrum auf der Kokerei Zollverein überarbeiten. Grund: der Denkmalschutz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das millionenschwere Bauvorhaben des Berliner Investors Reinhard Müller auf dem Gelände der Kokerei Zollverein hat noch vor dem Start einen herben Dämpfer erlitten. Zwar steht die Entscheidung der Stadt über die Bauvoranfrage noch aus, nach aktuellem Stand ist das Projekt jedoch nicht genehmigungsfähig.

Wie berichtet, will der Unternehmer Reinhard Müller auf dem Welterbe-Areal nach Berliner Vorbild ein Gründerzentrum errichten. Die RAG-Stiftung will ihm dafür ein 30 000 Quadratmeter großes Grundstück überlassen. Gleich neben der Zentrale der RAG und der RAG Stiftung soll ein U-förmiger Neubau errichtet werden. Den Gasometer will Müller umbauen lassen, Startup-Unternehmen sollen dort einziehen. Die Rede ist von 1000 Arbeitsplätzen, die auf dem „Euref Campus Zollverein“ entstehen sollen.

Investor soll die Pläne überarbeiten

Mit den Vorgaben des Bebauungsplanes sind die Planungen jedoch nicht vereinbar. Bedenken hat insbesondere die obere Denkmalbehörde. Dabei geht es offenbar um den Abstand der geplanten Bauten zu den denkmalgeschützten Gebäudeteilen, etwa zu den ehemaligen Kühltürmen. Die Stadt hat den Investor aufgefordert, die Pläne zu überarbeiten.

Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Stiftung Zollverein, spricht von einem normalen Verfahren. Eine Bauvoranfrage sei dafür da, zu erörtern, was geht und was nicht. Dass die Kokerei als Welterbe ein besonderer Standort sei, dessen seien sich alle beteiligten Akteure bewusst. „Aber wir wollen das Welterbe auch mit Leben füllen“, so Noll. Probleme, die nicht zu lösen wären, sieht der Stiftungsvorsitzende mit Blick auf das Bauvorhaben nicht. Der für Mitte 2018 avisierte Baustart ist allerdings nicht mehr zu halten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben