Coronavirus

Coronavirus: Essener Experten warnen vor Hysterie

An der Essener Uniklinik gibt es längst einen Coronavirus-Schnelltest.

An der Essener Uniklinik gibt es längst einen Coronavirus-Schnelltest.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Essen.  Essener Krankenhäuser starten Aufklärungskampagnen in Sachen Coronavirus. Ihr Hinweis: Nicht die normale Grippe unterschätzen.

Essener Gesundheitsexperten warnen vor einer übertriebenen Hysterie in Sachen Coronavirus. Achtsamkeit im Alltag sei dennoch angebracht. Besonders in sensiblen Bereichen wie in Krankenhäusern laufen seit einigen Tagen große Aufklärungsaktionen.

„Die Besonderheit besteht eigentlich nur darin, dass das Coronavirus völlig neu ist. Grundsätzlich sind die klassischen Grippeviren alle verwandt. Aber grippeähnliche Symptome können auch andere Virusfamilien, beispielsweise die Coronaviren, auslösen“, erklärt Prof. Ulf Dittmer, der an der Essener Uniklinik einen Coronavirus-Test etabliert hat.

An den Kliniken Essen-Mitte wird Aufklärungsarbeit geleistet

An den Ev. Kliniken Essen-Mitte (KEM) werden Patienten, Besucher, aber auch die Mitarbeiter mit Hilfe von Aushängen und im persönlichen Gespräch aufgeklärt. Anne Eva Lauprecht, Leiterin der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, hat in diesen Tagen einiges zu tun. „Wir haben uns entschieden, früh mögliche Ängste abzubauen“, sagt Kliniksprecherin Sabine Loh. Lauprecht überlege sich etliche besondere Aktionen, um viele Menschen zu erreichen. Zuletzt den Wettbewerb der Klinikabteilungen, wer sich am besten die Hände desinfiziert.

Bei allen Corona-Emotionen dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass derzeit auch Grippesaison ist. „Die ersten Influenza-Patienten gab es vor Weihnachten. Seitdem haben die KEM insgesamt acht Grippe-Patienten aufgenommen“, sagt die Kliniksprecherin. Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Grippewelle noch bevorsteht.

Über 2300 Spender mit Desinfektionsmitteln montiert

Deshalb ist auf den Corona-Infoblättern auch einiges über die Grippe zu lesen. Es wird vor allem für eine regelmäßige Händedesinfektion geworben. „Das schützt immer – gegen Viren, Bazillen und Bakterien“, so Anne Eva Lauprecht. Die KEM und andere Krankenhäuser haben zusätzliche Spender mit Desinfektionsmitteln aufgebaut. Hier gibt es teils beachtliche Zahlen. Allein an den drei Standorten der KEM (Huyssens-Stiftung Huttrop sowie die Ev. Krankenhäuser Werden und Steele) wurden insgesamt 2313 Spender montiert.

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