Tierhaltung

Baubeschluss gefasst: Der Grugapark bekommt seinen Bauernhof

Die Ferkel bekommen im Grugapark ein neues Zuhause.

Die Ferkel bekommen im Grugapark ein neues Zuhause.

Essen.   Schützenswerte Haustierrassen bekommen im Grugapark in Essen demnächst ein Zuhause. Das Bauerncafé lässt jedoch noch auf sich warten.

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Kleinvieh macht zwar auch Mist, aber das bunte Bentheimer Schwein, das Coburger Fuchsschaf und die braune Harzer Ziege sollen dennoch im Frühjahr im Grugapark ein neues Zuhause finden. Für diese und andere schützenswerte Haustierrassen wird in den kommenden Monaten unweit des Kleintiergeheges ein Bauernhof nach historischem Vorbild entstehen. Der Ratsausschuss für Grün und Gruga hat in der gestrigen Sitzung den dafür notwendigen Bebaubeschluss gefasst. Die Abstimmung im Stadtrat in der kommenden Woche ist nur noch Formsache. „Ich bin froh, dass wir bald loslegen können“, sagt der Leiter des Grugaparks, Thomas Hanster. Auch wenn zunächst nur das Stallgebäude gebaut wird.

Es ist seit längerem das erklärte Ziel der Parkleitung, die Tierhaltung im Park zu erweitern. Dies gilt umso mehr, seit im vergangenen Jahr die Adlervolieren aus Sicherheitsgründen abgerissen werden mussten; der bauliche Zustand ließ keinen Aufschub mehr zu. So ist der geplante Bauernhof auch ein stückweit Ersatz.

Die Ausschreibung musste wiederholt werden

Der sollte eigentlich schon stehen. Doch die Ausschreibung für der einzelnen Gewerke gestaltete sich schwieriger als erwartet,. Weil Angebote teils weit über den kalkulierten Kosten in Höhe von rund 163 000 Euro lagen, musste das Verfahren noch einmal wiederholt werden. Auch der zweite Anlauf verlief zäh. „Wir haben mit viel Glück Firmen gefunden, die gesagt haben: Okay, wir geben ein Angebot“, berichtet der Parkleiter. Knapp 186 000 Euro wird das Stallgebäude kosten. Hanster: „Im neuen Jahr geht’s los. Im Mai wollen wir fertig sein.“

Beim Stallgebäude soll es nicht bleiben

Die Handwerker werden dann auch Jahrhunderte alte Balken verarbeitet haben. Das Fachwerk stammt vom ehemaligen Barkhof. Der Bauernhof diente ab dem 14. Jahrhundert der Versorgung der Stiftsdamen, 1969 wurde er abgerissen, das Gebälk im damaligen Ruhrlandmuseum eingelagert. Insofern verdient der Bauernhof im Grugapark durchaus die Bezeichnung historisch. Informationen über das bäuerliche Leben und über ökologische Bauweise sollen das Angebot ergänzen. Zielgruppe sind allen voran Kinder. Der Bauernhof soll deshalb in einen Rundgang integriert werden: Hinein geht es im Kleintiergehege, hinaus durch die Stallgasse.

Bei einem Stallgebäude soll es aber nicht bleiben. Als zweiter Bauabschnitt ist, wie berichtet, ein Bauerncafé geplant. Denn auch das gastronomische Angebot im Grugapark ist sehr wohl ausbaufähig. Das Franz-Sales-Haus möchte es als integrativen Betrieb führen. Bei Grün und Gruga setzen sie darauf, dass der Landschaftsverband Rheinland das Vorhaben möglicherweise finanziell unterstützt. Eine Kostenschätzung geht von Baukosten in Höhe von 450 000 Euro aus. „Wir rechnen damit, dass wir bald einen Architekten beauftragen können,“ so Hanster.

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