Es ist nichts weniger als absurd: Die heißeste Sommerphase des Jahres war angebrochen, aber die Badestelle am Baldeneysee durfte drei Tage lang nicht öffnen, weil nach einem Starkregen formell erst einmal Wasserproben abzuwarten waren. Bis die Prüfer sich an den See bequemten, dauerte es schon ziemlich lang, und bis das Ergebnis dann vorlag und die Stadt offiziell grünes Licht gab, war es Donnerstag geworden.

Natürlich sind viele Besucher des Seaside Beach dennoch an den Tagen zuvor ins Wasser gegangen, bewacht von Bademeistern und zumindest mit stillschweigender Billigung des Betreibers, wie man vermuten muss. Ob man denn wohl die Leute mit vorgehaltener Waffe von der lockenden Erfrischung fernhalten solle, fragte ein Mitarbeiter ironisch. Das wäre in der Tat ein wenig zu rabiat, nur um die eher theoretische Gefahr zu bannen, dass jemand auch Tage nach einem Starkregen durch das Verschlucken von Ruhrwasser Durchfall bekommt.