St. Stephanus

Asbestfund verzögert Kirchenabriss in Holsterhausen

Die Kirche St. Stephanus wurde 2008 aufgegeben. Im vergangenen Jahr begannen vorbereitende Arbeiten im Innern, nun steht der Abriss wohl kurz bevor.

Die Kirche St. Stephanus wurde 2008 aufgegeben. Im vergangenen Jahr begannen vorbereitende Arbeiten im Innern, nun steht der Abriss wohl kurz bevor.

Foto: Svenja Hanusch

Essen-Holsterhausen.  Schadstofffunde verzögern den Abriss von St. Stephanus in Holsterhausen. Als erstes soll das ehemalige Jugendheim abgebrochen werden.

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Vor zehn Jahren verabschiedeten sich die Gemeindemitglieder von ihrer Kirche an der Hausackerstraße, das Bistum gab St. Stephanus aus finanziellen Gründen auf. Immer wieder aber musste der Abriss des auffälligen Gebäudes mit dem ovalen Schiff verschoben werden. Nun rechnet man aber mit einem baldigen Beginn der Abbrucharbeiten.

„Letztes Jahr haben sich Dinge getan, die man von außen nicht sieht“, erklärt Barbara Steiner, Sprecherin des Franz-Sales-Hauses. Das Gelände gehört der katholischen Einrichtung der Behindertenhilfe über eine Tochter, die Heimstatt Engelbert. In der Kirche seien inzwischen Vorarbeiten für den Abriss durchgeführt worden. Das Problem: Bei der Untersuchung des Gebäudes auf Schadstoffe sei man an einigen Stellen fündig geworden. Eine Art Glaswolle unter dem Dach und Asbest in den Wänden müssten entfernt und speziell entsorgt werden. „Bei dem Asbest in ein paar Metern Höhe müssen zum Beispiel die Bereiche abgedichtet werden“, sagt Steiner. „Es dauert, bis man entsprechende Unternehmen bekommt, das ist mit Aufwand verbunden.“ Diese Arbeiten seien aber so gut wie abgeschlossen. „Das nächste, was passieren soll, ist der Abbruch des Jugendheims. Im Moment friert es ja, aber es kann gut sein, dass in den nächsten Tagen die Bagger kommen.“

Weitere Planung für Gelände beginnt bei null

Im vergangenen Jahr habe es zahlreiche Anfragen von Bürgern gegeben, die noch Gegenstände aus der Kirche haben wollen, erzählt Steiner. „Es wurden viele Sachen rausgeholt: die kleinen Fenster, die hinten drin waren, Trenngitter. Und die Lampen waren sehr begehrt.“

Was später auf dem Gelände entstehen soll, ist derzeit noch nicht klar. Lange planten das Franz-Sales-Haus und die Heimstatt-Engelbert-Stiftung eine Umnutzung der Kirche. Hier sollten ein Begegnungszentrum entstehen, daneben Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung und ein Mehrgenerationenhaus. „Diese Pläne ließen sich nicht realisieren. Man hat relativ schnell erkannt, dass das wirtschaftlich nicht zu machen ist“, sagt Barbara Steiner. Wasserstandsmeldungen wolle man nun nicht mehr abgegeben. „Die Planungen haben wieder bei null angefangen.“

Nach dem Abriss muss das Gelände teilweise verfüllt werden, da einige Gebäude unterkellert sind. Die Fläche soll dann aus Sicherheitsgründen zunächst eingezäunt bleiben. Ein Verkauf des Areals sei nicht geplant, erklärt Steiner. „Es wird dort eine Nutzung geben, die zum Franz-Sales-Haus passt.“

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