Nach dem lebensgefährlichen Angriff eines Autofahrers auf einen jungen Polizisten in Essen-Borbeck hat die Belegschaft des Präsidiums ein ganz besonderes Zeichen der Solidarität und Anteilnahme für Marcel und dessen Familie gesetzt: Über 400 Kolleginnen und Kollegen versammelten sich vor dem Doppelbock des Weltkulturerbes der Zeche Zollverein und sandten von dort die unmissverständliche Botschaft aus: #einervonuns.
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„Insbesondere hoffen wir, dass die Aufnahmen und die damit verbundene Anteilnahme Marcel auf seinem Genesungsweg Kraft geben und ihm vor Augen führen wird, dass wir alle in diesen schwierigen Tagen und Wochen eng zusammenstehen. Dieses Signal möchten wir auch an seine Familie senden, die derzeit eine schlimme Zeit durchleben muss“, schreibt Polizei-Chef Detlef Köbbel in einer Einladung für diese ungewöhnliche Schulterschluss-Aktion der Belegschaft, die auch von der Feuerwehr Essen unterstützt wurde.
Wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft
Während der Beamte der Polizeiinspektion Nord weiter um sein Leben kämpft, sind nach einem Aufruf der Essener Gewerkschaft mit der Polizeistiftung NRW unzählige Genesungswünsche und mittlerweile über 40.000 Euro an Spenden eingegangen.
Am 26. Juni war in Essen-Borbeck die Kontrolle eines Autofahrers eskaliert: Auf der Flucht vor der Polizei hielt der 39-Jährige auf den Beamten zu, überfuhr ihn und schleifte ihn mehrere Meter weit mit. Wenig später wurde der mutmaßliche Täter in Dellwig gefasst. Der polizeibekannte Mann sitzt seitdem wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft - und Ärzte kämpfen weiter um Marcels Leben.