„Lime“ heißt auf Deutsch Limette, und das passt eigentlich ganz gut: Für die einen runden die Elektro-Roller der gleichnamigen Verleiher-Marke den klassischen Verkehrscocktail der Großstadt ab. Die anderen verziehen angesäuert die Miene, weil die kleinen Flitzer oft unsortiert die Gehwege blockieren. Die Politik beschleicht in diesen Tagen das ungute Gefühl, es könnte noch mehr Ärger ins Rollen kommen, wenn demnächst zwei weitere Anbieter ihre Gefährte an jeder zweiten Straßenecke abstellen. Braucht Essen, so fragt jetzt die FDP, strengere Regeln, gar eine komplett überarbeitete Sondernutzungs-Satzung für die Straßen?
So jedenfalls versucht derzeit die Stadt Düsseldorf, der Roller-Schwemme Herr zu werden – mit einer Gebührenpflicht für die Verleiher, mit detaillierten Vorschriften für die Abstell-Praxis und mit einer vorgeschriebenen schnellen Eingreiftruppe, wenn die summenden Zweiräder mal wieder die Botanik verschandeln. Kein Wunder bei jetzt schon 1300 Exemplaren auf den Straßen der Landeshauptstadt.


