Der Weiterbau des Radschnellweges RS1 durch das Eltingviertel und die städtebauliche Entwicklung dort nehmen konkrete Formen an. Die städtische Planungsverwaltung wird dem zuständigen Fachausschuss des Stadtrates dazu am Donnerstag die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorlegen. Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Stadt verabschiedet sich von ihrem städtebaulich ambitionierten Ziel eines Radschnellweges, der als integrierter Bestandteil einer Wohnbebauung durch Häuser und über Dächer hinweg führt. Der Radweg soll stattdessen auf dem Bahndamm der ehemaligen Rheinischen Bahn entlang laufen. Dieser würde zu 60 Prozent abgetragen, um mehr Platz für neue Häuser zu gewinnen. Der Vorteil: Der Radschnellweg könnte unabhängig vom Wohnungsbau fortgeführt werden – ohne weitere Zeit zu verlieren.
Der Leiter des städtischen Planungsamtes, Ronald Graf, nennt den Vorschlag „einen Kompromiss aus dem einfach Machbaren aller Varianten“. Zur Erinnerung: Die Verwaltung hatte der Politik im November 2016 mehrere städtebauliche Alternativen vorgelegt. Die Mehrheit aus SPD, CDU und FDP favorisierte die anspruchsvollste Lösung. Eben jene, in der Radschnellweg und Häuser praktisch zu einem „urbanen Modellprojekt“ verschmelzen.


