Den Menschen in Essen stehen in diesem heißen Sommer ständig Schweißperlen auf der Stirn. Ganz anders auf der anderen Erdhalbkugel. Dort ist Winter, die Temperaturen fallen unter den Gefrierpunkt. Vier Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen haben sich Mitte Juli für 21 Tage an einer Expedition in den südlichen Ozean und in die Antarktis beteiligt. Zusammen mit 89 weiteren Wissenschaftlern aus 13 Nationen legten die Forscher aus dem Ruhrgebiet auf dem südafrikanischen Forschungsschiff S. A. Agulhas II mehr als 6000 Kilometer zurück – ständig umgeben von den Eisschollen des Polarmeers.

Im Rahmen eines internationalen Klimaschutz-Forschungsprojektes sollten sie die winterlichen Verhältnisse in der Antarktis untersuchen. „Die Kälte war extrem“, berichtet Dr. Carina Nisters vom Institut für Mechanik. „Wir haben ständig drei Schichten Kleidung getragen.“ Und Prof. Jörg Schröder, Leiter des Instituts für Mechanik, fügt hinzu: „Im Polar-Labor herrschten konstant minus zehn Grad Celsius, das fühlte sich im Vergleich zu draußen richtig warm an. Aber länger als eine Stunde konnte man es auch hier kaum aushalten.“