Der städtische Wirtschaftsförderer Andre Boschem hat die jüngste Zukunftsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft scharf kritisiert. „Ich war sehr verärgert über das Ergebnis, weil es unser Engagement, das Image der Stadt zu verbessern, zunichte macht“, sagte Boschem. Die Studie hatte 19 Regionen in Deutschland ausgemacht, die in ihrer Entwicklung gefährdet seien. Dazu zählte neben vielen ostdeutschen Gebieten auch das Ruhrgebiet – allen voran die Region Essen-Duisburg. Die Forscher sehen besonders die anhaltend hohe Arbeitslosenquote und die kommunale Verschuldung als Hauptlasten. Weitere Negativfaktoren sind die Produktivität und die Überschuldung privater Haushalte. Die daraus abgeleitete Botschaft, zu den abgehängten Regionen zu gehören, sei für den Wirtschaftsstandort Essen eine „Katastrophe“, meint Boschem.