Die Mutter des Opfers hatte sich eine solche Demonstration ausdrücklich verbeten. Doch Freunde wie Nachbarn und selbst die letzte Lebensgefährtin von Adel B. wollten es sich nicht nehmen lassen, öffentlich an den tödlichen Polizeieinsatz vor acht Wochen zu erinnern: Knapp 70 Personen trafen sich dazu am Donnerstagabend an der Ehrenzeller Straße und zogen mal schweigend, mal lautstark durch Altendorfer Straßen.
Nach Angaben des Veranstalters ging es darum, gegen eine allzu strenge, allzu repressive Sicherheitspolitik zu protestieren, die in Altendorf gerade arme Menschen und Migranten treffe. Man wolle sich dabei, so hieß es, allerdings „nicht vor einen politischen Karren spannen lassen“.


