Gerhard Verhoven hat den nächsten Azubi-Jahrgang längst unter Vertrag. Der Ausbildungsleiter bei der Dana Spicer Gelenkwellenbau GmbH wird zum 1. September die sechs neuen Lehrlinge im Betrieb begrüßen. Schon im März war das Bewerbungsverfahren eigentlich abgeschlossen. Allerdings sprang ein Kandidat noch ab, so dass der letzte Vertrag vergleichsweise spät, im Juli unter Dach und Fach war.

Der Hersteller von schweren Gelenkwellen für Lkw, Busse oder Lokomotiven gehört damit nicht zu den vielen Unternehmen in Essen, die kurz vor Toresschluss immer noch nicht genügend Auszubildende gefunden haben und kann sich damit glücklich schätzen. Denn an Bewerbern mangelt es dem Unternehmen beileibe nicht. 120 junge Leute hatten sich für die sechs Stellen in diesem Jahr beworben. Eine komfortable Situation auch dann noch, obwohl etwa fünf bis zehn Prozent der Bewerbungen von vornherein aussortiert werden, „weil sie in einem erschreckenden“ Zustand bei Spicer ankommen.