Vier Tage nach dem Tod des zweijährigen Luis, der in einer Dachgeschosswohnung am Ellernplatz in Altenessen-Süd qualvoll verdurstete, bleiben viele Fragen unbeantwortet - auch die, warum das Essener Jugendamt nicht früher einschritt. Die Gewerkschaft Verdi verweist in diesem Zusammenhang auf die dünne Personaldecke als mögliche Erklärung.

Fakt ist, dass die Essener Polizei bereits am Sonntag, 14. Juli, in das Haus gerufen wurde, in dem die Familie lebt. Auslöser waren offenbar Streitigkeiten zwischen dem Vater (31), der weiter unter Mordverdacht steht, und seiner Frau, die zum Tatzeitpunkt am vergangenen Wochenende nicht in der Wohnung war.