Die Beschäftigung in Essen wächst von Jahr zu Jahr. Doch der Beschäftigungsboom hat eine Kehrseite: Vor allem die sogenannten atypischen Arbeitsverhältnisse sind in Essen für den Jobzuwachs verantwortlich. Als atypisch allgemein gelten befristete Verträge, Teilzeitarbeit mit 20 und weniger Wochenstunden, Zeitarbeit sowie Minijobs. Betroffen davon sind in Essen überproportional Frauen und Ausländer, die in solchen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind. In der Regel geht eine solche Arbeit mit einer prekären Einkommenslage einher.
In der Stadt gab es Ende 2017 insgesamt 246.512 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das sind 13 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. Der größte Anteil dieser insgesamt positiven Entwicklung ist dabei auf den starken Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen. Das geht aus einer statistischen Auswertung der Stadt hervor, die die atypische Beschäftigung von Ende 2008 bis Ende 2017 untersucht hat und deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden.


