Auf der Suche nach Belegen für womöglich illegale Parteispenden hat die Staatsanwaltschaft am Dienstagvormittag die Landesgeschäftsstelle der AfD in Düsseldorf durchsuchen lassen. Es ging dabei um die Frage, wer in der „Alternative für Deutschland“ wann was über jene üppigen Plakatspenden wusste, mit denen unbekannte Gönner den letzten Landtagswahlkampf der Partei unterstützten. Abgewickelt wurde der werbliche Rückenwind damals über die Schweizerische Werbeagentur Goal AG, einer der Hauptprofiteure: der Karnaper Ratsherr und AfD-Frontmann Guido Reil.
Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannt, ausdrücklich aber nicht gegen Reil selbst, wie die Essener Staatsanwaltschaft schon vor drei Monaten betont hatte und jetzt erneut deutlich machte. Stattdessen steht zunächst der einstige Essener Schatzmeister der AfD im Blickpunkt – und die Frage, wer außer ihm sonst noch in welchem Ausmaß an möglicherweise fehlerhaften Rechenschaftsberichten der Partei mitgewirkt haben könnte.


