Essen. . Die Strafzölle der USA könnten auch Hunderte Firmen in Essen hart treffen, warnt die IHK Essen. Handelsvolumen von über 1,3 Milliarden Euro.

Die Industrie- und Handelskammer Essen blickt mit Sorge auf die Strafzölle der USA. „Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahmen für Unternehmen in der Region Essen, Mülheim und Oberhausen dürften sich zunächst in Grenzen halten.

Doch bei einer Eskalation des Handelsstreits mit den USA – hin zu einem Handelskrieg – könnte die regionale Wirtschaft in der Region mittel- bis langfristig erheblichen Schaden nehmen“, erklärte am Freitag IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Püchel.

Die von der US-Regierung bislang verhängten sowie die im Raum stehenden weiteren Strafzölle könnten international eine Spirale von Maßnahmen und Gegenmaßnahmen in Gang setzen, befürchtet Püchel. „Dies würde den Welthandel und dessen Entwicklung nachhaltig schädigen und ließe am Ende vor allem Verlierer – auch in unserer Region – zurück.“

Handelsvolumen von über 1,3 Milliarden Euro

Nach Einschätzung der IHK Essen würde dies weit mehr als über 400 Firmen in der Region betreffen, die direkte Handelsbeziehungen in die USA unterhalten und 2017 ein Handelsvolumen von über 1,3 Milliarden Euro im US-Geschäft generierten. „Gerade unsere hochinternationalisierte regionale Wirtschaft ist auf offene Märkte und ein funktionierendes Welthandelssystem angewiesen.

So wird auch in den Städten Essen, Mülheim und Oberhausen immer noch mehr als jeder zweite Euro im Verarbeitenden Gewerbe mit Auslandsgeschäften verdient“, betont der IHK-Hauptgeschäftsführer. Seit 1. Juni gelten in den USA Strafzölle auf Stahl und Aluminiumimporte aus der Europäischen Union.