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Pelz und Ruhm: Boecker wird einhundert Jahre
3. Mai 1968. .
Da war Essen noch echte „Einkaufsstadt“: Die Firma Boecker, einst mit zwei Bekleidungshäusern am Kennedyplatz vertreten, feiert 100. Geburtstag. Es gratuliert auch Bürgermeister Horst Katzor, der gegenüber Firmen-Mitinhaber Werner Hüster lobend anerkennt: „Essen ist durch Sie die Stadt der Pelze in der Bundesrepublik.“ Tatsächlich ist man bei Boecker damals sehr stolz auf seine große Pelz-Abteilung im Damen-Haus am Kennedyplatz, und Werner Hüster stellt nüchtern fest, dass allein sie ein „echter Magnet“ sei. Das Bekleidungshaus Boecker machte schon 1928 rund fünf Millionen DM Umsatz im Jahr und musste nach dem Krieg komplett neu anfangen. „In Langenberg“, erzählt Hüster, „ergatterte ich viele Kilometer Ordensband, daraus fertigten unsere Änderungsschneidereien Blusen. Ich sehe sie noch vor mir: braun-weiß, braun-weiß. Aber sie wurden gekauft.“ Boecker schloss sein Stammhaus in Essen im Jahr 2001. Heute gibt es noch zwei Läden in Kleve und Remscheid, doch die Besitzer sind längst andere.

