Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaftsförderung aus Essen und Mülheim haben sich inzwischen in zwei Workshops Gedanken über die Zukunft des Flughafen-Geländes gemacht. Ein dritter und damit abschließender Workshop ist für den 10. April terminiert.

Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaftsförderung aus Essen und Mülheim haben sich inzwischen in zwei Workshops Gedanken über die Zukunft des Flughafen-Geländes gemacht. Ein dritter und damit abschließender Workshop ist für den 10. April terminiert.

Diskutiert wurden verschiedene Szenarien, darunter die Entwicklung ganz ohne Flugbetrieb. Je ein Drittel des Areals solle für Wohnen und Gewerbe genutzt werden, ein Drittel der Natur überlassen bleiben. Um die heutige Landebahn herum könnte ein neues Quartier für 10 000 Menschen entstehen, mit der Landebahnfläche als verbindende Achse zum Ruhrtal als Park und Freizeitmeile.

Ein weiteres Szenario, das allerdings von den geltenden Ratsbeschlüssen des Flughafens abweichen würde, wäre dieses: Der Flugbetrieb konzentriert sich nach 2034 auf eine kleinere Fläche im Nordosten des Areals oder wird komplett Richtung Süden verlegt. Auch der Erhalt der Luftschiffhalle wäre denkbar, eventuell an anderer Stelle auf dem Gelände.

Diese Ideenskizze beschreibt eine von Nord nach Süd gestaffelte Bebauung: im Norden kleinteiliger, der dörflichen Struktur der Flughafen-Siedlung entsprechend. Nach Süden hin sollen größere Bauten ebenso möglich werden wie als Abschluss Gewerbe, das ausschließlich über eine Stichstraße vom Essener Stadtgebiet aus erschlossen werden könnte. Allerdings wäre rechtssicher zu klären, welche Ansprüche der Flugbetrieb zeitlich wie räumlich habe.

Und auch die Idee, möglichst viel Grün zu erhalten, wurde diskutiert – mit Fokus auf den Biotop- und Artenschutz. Das Ergebnis: drei Bauabschnitte, von grünen Freiräumen umsäumt und von Süd nach Nord auffächernd bebaut. Allesamt liegen sie nördlich der heutigen Landebahn. Im Süden wäre keine Bebauung vorgesehen. Diese Idee sieht eine Aufteilung des Areals in 40 Prozent bebaute und 60 Prozent grüne Fläche vor.

Die Ergebnisse der Workshops sollen in einen städteübergreifenden Masterplan für die Entwicklung des Flughafen-Geländes eingehen. Im Anschluss an den dritten Workshop ist ein städtebaulicher Wettbewerb geplant.