Essen. . Rüttenscheider Schnellrestaurant-Besitzer und Trump-Fan klagt über Umsatzeinbußen. Unperfekthaus-Gründer erntet Kritik für Juden-Vergleich.

  • Rüttenscheider Schnellrestaurant-Besitzer und Trump-Wähler klagt nach öffentlichem Auftritt über Einbußen
  • Gründer des Unperfekthauses, Reinhard Wiesemann, stellt bei Facebook Juden-Vergleich an
  • Vergleich von Wiesemann sorgt teils für Verständnis, teils für Empörung

Ein umstrittener Vergleich trägt dem Gründer des Unperfekthauses, Reinhard Wiesemann, derzeit Kritik ein. Hintergrund ist die Klage des Rüttenscheider Schnellrestaurant-Besitzer Nicholas Smith, der in verschiedenen Talkshows und Medienberichten als überzeugter Wähler von US-Präsident Donald Trump auftrat und sich mittlerweile beklagt, dass der Umsatz seiner Burger-Braterei stark einbrach. Er wertet dies als bewusste Entscheidung seiner Kunden wegen der Trump-Positionierung. Wiesemann kommentierte dies im sozialen Netzwerk Facebook mit folgendem Satz: „Furchtbar! Merkt hier eigentlich keiner die Parallele zu dem früheren ,Kauft nicht bei Juden’“?

Teils Verständnis, teils Empörung

Reinhard Wiesemann.
Reinhard Wiesemann. © Ulrich von Born

Wiesemanns Aussage wurde teils mit Verständnis, überwiegend aber mit großer Empörung aufgenommen. So wiesen Diskussionsteilnehmer darauf hin, dass es keinen organisierten Boykott gegen Smith gebe, jeder Besucher vielmehr selbst entscheide, ob er wegen dessen politischer Haltung sein Restaurant aufsuche. Auch könne der Umsatzrückgang Ursachen haben, die in der Qualität der gebotenen Speisen lägen.

Wiesemann war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.