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Ingrid Becker-Inglau holt den Süden zurück
Aus der WAZ vom 26. Januar 1987: .
Die Stadt Essen wird mit sechs Abgeordneten im neuen Bundestag vertreten sein. Direkt gewählt wurden die SPD-Politiker Otto Reschke, Peter Reuschenbach und Ingrid Becker-Inglau. Im hart umkämpften Südwahlkreis schlug letztere ihren Konkurrenten Paul Hoffacker von der CDU überraschend mit 4000 Stimmen Vorsprung. Hoffacker sowie Klaus Beckmann (FDP) und Trude Unruh (Grüne) rücken über die Reserveliste ins Parlament. Gemessen an den Zweitstimmen gilt die CDU in Essen als Wahlverlierer. Gegenüber der Bundestagswahl 1983 büßte sie bei den Zweitstimmen fast fünf Prozent ein und rutschte ab auf 33 Prozent. Zum Vergleich: SPD 52 Prozent (52,1), FDP 6,8 Prozent (5,1) sowie Grüne 7,4 Prozent (5,1). Ingrid Becker-Inglau jubelte: „Ich bin überglücklich, dass ich meinen Wahlkreis zurückholen konnte, der Einsatz hat sich gelohnt.“ Bei der SPD hielt sich der Jubel in Grenzen. Denn verglichen mit der Landtagswahl 1985 verlor die erfolgsverwöhnte Partei fast 10 Prozentpunkte.

