
Unsere Reise durch die Steeler Geschichte startet vor genau 1075 Jahren, also im Jahr 840. Zu diesem Zeitpunkt wird der Hof Eickenscheidt zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Von den insgesamt 13 Essener Oberhöfen war Eickenscheidt wohl mit der bedeutendste. Nicht weniger als 136 Unterhöfe waren anno 1332 abgabepflichtig, davon allein elf aus Steele. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Oberhofes das Jugenddorf Zehnthof.© Steeler Archiv

Am 31. Oktober 1695, also vor 320 Jahren, genehmigt der Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg den Bau der ersten Evangelischen Kirche „am Steelerberge auf Märkischem Grunde an einem ihnen zu diesem Ende von der Familie Ruhrbruch geschenkten Platzes“. Im Jahr 1872 wird dort die heutige Friedenskirche errichtet.© Steeler Archiv

Der 20. August 1775 ist eng verknüpft mit der Geburt von Franz Dinnendahl, den Sohn eines Horster Mühlenpächters. Er konstruierte und baute 1801/03 seine erste Dampfmaschine und 1804 eine Wasserhaltungsmaschine, mit der es möglich wurde, tiefere Schächte abzuteufen.© Steeler Archiv

Im Jahr 1885 schlossen sich die vier märkischen Gemeinden Königssteele, Freisenbruch, Horst und Eiberg zu einer Verwaltung zusammen. Das Amtsgebäude stand an der heutigen Bochumer Landstraße. 1926 erfolgte die Vereinigung von Steele mit dem Amt Königssteele, bevor 1929 die Eingemeindung nach Essen erfolgte.© Steeler Archiv

Am 25. August 1885 wird der Grundstein zur ersten Steeler Ruhrbrücke gelegt. Knapp ein Jahr danach, am 1. Juli 1886, wird sie eröffnet. Für 12 000 Mark jährlich pachtete Bauunternehmer Hengler die Brücke und erhob anfangs ein Brückengeld von drei Pfennig. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel das Brückengeld allerdings wieder weg.© Steeler Archiv

Die erste Evangelische Schule in Steele wird bereit 1875 eröffnet. Das neue Schulgebäude am Hünninghausenweg, damals Lindemannstraße, wird 40 Jahre später eingeweiht. Der Schulbetrieb wird 2011 aufgegeben, das Gebäude zu einer Kita umgebaut.© Steeler Archiv

Das Ende der Zeche Eintracht Tiefbau ist auf 1925 datiert. Die 1856 durch Konsolidation mehrerer Kleinzechen entstandene Zeche hatte drei Schächte und beschäftigte um 1910 insgesamt 2 068 Bergmänner. Die höchste Förderleistung lag bei 628 000 Tonnen (1913).© Steeler Archiv

Am 14. Juni 1925 wird die vom Steeler Bauunternehmer Schlanstein errichtete Kirche St. Marien im Steeler Rott geweiht. Im Zuge der „Neuordnung der katholischen Pfarr- und Kirchengemeinden“ ist nach gut 80 Jahren Schluss. Den letzten Gottesdienst feiern die Katholiken im April 2008.© Steeler Archiv

Mit der Eröffnung des Warenhauses Globus wird in der Steeler City im September 1985 eine Lücke geschlossen, die seit dem Aus von Wertheim im Frühjahr 1979 bestand. Noch bei Gründung 1972 hatte das Kaufhaus, einer der umstrittensten Bauten in der Sanierungsphase, mit dem Slogan „Modern, schön und großzügig“ geworben.© Steeler Archiv

