Schatten-Dasein

Aktivisten demonstrieren in Essen gegen Menschenhandel

Schwarz gekleidet demonstrierten Aktivisten im Oktober 2019 am Berliner Platz in Essen gegen Menschenhandel – weltweit und in Deutschland.

Schwarz gekleidet demonstrierten Aktivisten im Oktober 2019 am Berliner Platz in Essen gegen Menschenhandel – weltweit und in Deutschland.

Foto: Frank Stenglein / Funke

Essen.  Menschenhandel gebe es auch in Deutschland, sagen die Aktivisten, die am Samstag (19.9.) in Essen protestieren wollen: gegen „moderne Sklaverei“.

Sie führen ein Schatten-Dasein und das ist auch der Titel der deutschlandweiten Kampagne, die auf die Opfer von Menschenhandel aufmerksam macht. Am Samstag, 19. September, ab 13 Uhr demonstrieren Aktivisten der lokalen Aktion „Gold – aktiv gegen Menschenhandel“ auf dem Willy-Brandt-Platz gegen sexuelle Ausbeutung und Ausbeutung der Arbeitskraft, die auch viele Menschen in Essen betreffe.

„Wir kämpfen gegen moderne Sklaverei“

Eine Gruppe von schwarz gekleideten Menschen, den Mund mit rotem Klebeband bedeckt, wolle mit Plakaten und dramaturgischen Darstellungen auf die Schicksale von Personen aufmerksam machen, die hier in Deutschland Opfer von Menschenhandel geworden sind. Nicht nur in Essen, sondern in vielen deutschen Städten werde am 19. September mit verschiedenen Aktionen über das Thema aufgeklärt. „Wir alle kämpfen gemeinsam dafür, moderne Sklaverei weltweit zu beenden“, erklärt Maike Paszota, die zusammen mit einem Team die Kampagne in Essen veranstaltet.

Schon 2019 hätten mehr als 200 Menschen in Essen an einem „Walk For Freedom“ teilgenommen, einem Schweigemarsch gegen Menschenhandel. „Vielen Menschen ist das Problem nicht bewusst,aber es betrifft auch unser Land und sogar unsere Region“, sagt Maike Paszota. Es gehe um eine 150-Milliarden-Dollar-Industrie weltweit. So leben laut aktuellen UN-Schätzungen rund 40 Millionen Menschen in modernen Formen von Sklaverei – ein Viertel davon sind Kinder. Nur die wenigsten würden jemals jemals gerettet.

Bündnis demonstriert deutschlandweit

Zu der Kampagne „Schatten-Dasein“ ruft das Bündnis „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ auf, das bundesweit von Vereinen, Gruppen und Kirchengemeinden unterstützt wird.

Weitere Infos unter: und https://www.ggmh.de/

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