Stiftung Universitätsmedizin

3000 Menschen singen gemeinsam für die Kinderklinik

Kleine und große Sänger gaben beim Weihnachtssingen stimmlich alles für den guten Zweck – hier der Essen-Steeler Kinderchor.

Kleine und große Sänger gaben beim Weihnachtssingen stimmlich alles für den guten Zweck – hier der Essen-Steeler Kinderchor.

Foto: STEFAN AREND

Essen.   In der Grugahalle stimmten 3000 Menschen bekannte Weihnachtslieder an – die Kartenerlöse kommen der Stiftung Universitätsmedizin zugute.

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In vielen Familien ist es Tradition an Heiligabend – bevor es an das Auspacken der Geschenke geht, sollen erst einmal ein paar Weihnachtslieder unter dem Baum erklingen. Aber „Oh Du Fröhliche“ und „Alle Jahre wieder“ zusammen mit tausenden anderen Menschen anstimmen, das ist ganz sicher ein außergewöhnliches Erlebnis.

Die Stiftung Universitätsmedizin machte genau das bereits zum zweiten Mal möglich – „Lasst uns Weihnachtslieder singen“ heißt die Aktion, bei der die Grugahalle in einen weihnachtlichen Klangteppich gehüllt wurde. Rund 3000 Menschen, etwas weniger als von den Veranstaltern erhofft, waren der Einladung der Stiftung gefolgt – dennoch rekordverdächtig, fand OB Thomas Kufen, der die Veranstaltung schon „auf dem Weg zum Guinness-Buch“ sieht.

„Nicht alles gibt es einfach auf Rezept“

Doch das Weihnachtssingen ist nicht einfach eine weitere Massenveranstaltung – schließlich ging es in erster Linie auch um den guten Zweck. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Universitäts-Kinderklinik zugute. Professor Karl-Heinz Jöckel, Stiftungsvorsitzender, erklärt: „Ohne solche Spenden könnten viele wichtige Projekte für die Kinder gar nicht finanziert werden. Nicht alles gibt es einfach auf Rezept.“

Und vielleicht ist die Medizin, die man nicht in der Apotheke bekommt, ohnehin manchmal die beste. Das mag man angesichts der vielen strahlenden Gesichter und kräftigen Stimmen gerne glauben. Die Grugahalle als Ort der Besinnlichkeit? Ja, das geht. Vielleicht ist es die stimmungsvolle Lichtshow, vielleicht der glockenklare Gesang des Essen-Steeler Kinderchors. Sich mit tausenden Menschen fühlen wie zuhause unter dem Christbaum, das gibt es selten.

Auch zwei Laienchöre durften ihr Können zeigen

Neben den Steeler Nachwuchstalenten standen auch der Uni-Chor und die Band „Discoriffic“ der Folkwang-Agentur auf der Bühne und animierten die Gäste zum Mitsingen – wer nicht hundertprozentig textsicher war, bekam durch Videoeinblendung Unterstützung. Auch zwei Laienchöre durften, verkleidet als Elfen, Weihnachtsmänner und Engel, eine Kostprobe ihres Könnens geben – sie gewannen den Auftritt im Vorfeld bei einem Wettbewerb.

Ans Herz geht neben der Musik besonders eine Geschichte – die der 15-jährigen Melisa. Ihr Leben wurde schlagartig auf den Kopf gestellt, als sie eines Abends im Rettungswagen mit Blaulicht in die Uniklinik kam, Diagnose: akute Leukämie. Doch sie blieb tapfer, gab den Kampf gegen den Krebs nicht auf. Wie viele junge Patienten in der Kinderonkologie weiß Melisa, wie wichtig das Engagement der Stiftung ist – es ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, herauszukommen aus dem Klinikalltag.

Melisa würde am liebsten jede freie Minute auf dem Fußballplatz stehen, sie kickt für den MSV Duisburg in der Bundesliga, gilt als großes Talent. Nur einmal stockt ihre Stimme, als sie ihren größten Weihnachtswunsch verrät: „Vor allem Gesundheit.“

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