Kino

1200 Essener Schulkinder sehen „Jim Knopf“ in der Lichtburg

Schauspieler Henning Baum mit Kindern der Altendorfer Bodelschwingh-Schule.

Schauspieler Henning Baum mit Kindern der Altendorfer Bodelschwingh-Schule.

Foto: Christof Köpsel

essen.   Mehrere Stiftungen und Institutionen hatten Schulkinder zu einer Vorstellung mit Schauspieler Henning Baum eingeladen.

Aufgeregt sind sie, die Kinder aus der Bodelschwinghschule: Das liegt nicht nur an dem Schauspieler Henning Baum, der ganz locker mit ihnen plaudert. Sondern auch an den vielen Kameraobjektiven, die sich vor der Lichtburg auf sie richten. Denn die Handvoll Jungen und Mädchen der Altendorfer Grundschule gehören zu den 1200 Essener Kindern, die eine exklusive Kinovorstellung des Films „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ erleben dürfen.

Zeichen für Respekt nach vielen schlechten Schlagzeilen

Die Idee dazu hatte die Initiative „Essen kann auch anders!“. Dahinter verbergen sich gleich mehrere Organisationen: Die Freddy Fischer Stiftung, der Essener Rotary Club, der Verein Menschenmögliches und die Ehrenamt Agentur wollen gemeinsam mit der Lichtburg benachteiligten und kranken Kindern einen schönen Kinovormittag verschaffen und gleichzeitig ein Zeichen setzen: „Ein Zeichen für eine lebendige Stadtgesellschaft, in der Gemeinschaft, Respekt und Toleranz gelebt werden“, formuliert es Tim Geldmacher vom Verein Menschenmögliches. Essen hätte so ein Zeichen nötig, besonders nach den negativen (Tafel)-Schlagzeilen der jüngsten Vergangenheit, sind sich alle einig. Deswegen habe man Kinder aus zehn Grundschulen mit hohem Migrantenanteil, vom Projekt „Schwere Last von kleinen Schultern nehmen“, dem Patenprojektes „Glückskind“ und betreute Familien des integrativen Carolinenhofes eingeladen, den Klassiker nach dem Roman von Michael Ende zu sehen.

„Wir alle können von Jim Knopf lernen“

Der eignet sich wunderbar, um so wichtige Themen wie Freundschaft, Toleranz, Mut, und Respekt zu transportieren. Die Helden in Endes Roman, der nun mit Henning Baum in der Hauptrolle verfilmt wurde, sind ein dunkelhäutiger Waisenjunge und ein bärbeißiger Lokführer (Henning Baum). Die machen sich auf eine fantastische Reise und treffen Menschen, die fast ausnahmslos Außenseiter sind und aus Angst oder Verachtung ausgegrenzt werden.

„Wir alle können aus dem Abenteuer von Jim Knopf und Lukas lernen. Demokratie lebt von Unterschieden und Solidarität“, sagt Baum, der sich seit Jahren als Schirmherr von Menschenmögliches und der Ehrenamt Agentur engagiert, und sich sofort für die Idee der exklusiven Kinovorstellung begeisterte. So wie auch Lichtburg-Chefin Marianne Menze: „Wir wollen die Botschaft des Filmes vielen jungen Essenern zugänglich machen. Denn es braucht starke Vorbilder, die für das Gute eintreten. Jeder von uns kann ein Jim Knopf oder ein Lukas sein, wenn er sich dafür entscheidet.“

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