Schwere Versäumnisse wirft der Betriebsrat des Hüttenheimer Thyssenkrupp-Werks dem Vorstand des Mutterkonzerns vor: Jahrelang sei nicht in den Standort investiert worden – der Hauptgrund für die derzeitige Misere. Unter der Woche suchten die Beschäftigten den Schulterschluss mit Vertreterinnen der SPD. Besonders ärgert man sich in Hüttenheim, dass niemand auf Gesprächsanfragen reagiert habe.
Nun nimmt der Vorstand von Thyssenkrupp Stellung zu den Vorwürfen des Betriebsrats und der Politikerinnen. „Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit dem Betriebsrat und mit den von den Arbeitnehmervertretern eingesetzten Beratern. Wie beim Stahl üblich, werden wir alle später anstehenden Maßnahmen mit der Mitbestimmung besprechen“, heißt es aus der Geschäftsführung. „Selbstverständlich sind und bleiben wir auch mit der Politik kontinuierlich im Gespräch.“ Gespräche ergäben jedoch erst dann Sinn, wenn genügend Klarheit über die Strategie und den Weg für Grobblech und die Mitarbeiter herrsche.


