Schule

Sekundarschule: nach Kritik für den neuen Standort jetzt Lob

Schulleiter Pavle Madzirov (2. v. l.) zeigt den Schülerinnen Gözde, Kim und Lehem (alle 14, von links) den neuen Standort der Sekundarschule Am Biegerpark. Anfangs war die Skepsis groß, jetzt ist die Schule zufrieden mit ihrer Filiale in der ehemaligen Hauptschule Beim Knevelshof.

Schulleiter Pavle Madzirov (2. v. l.) zeigt den Schülerinnen Gözde, Kim und Lehem (alle 14, von links) den neuen Standort der Sekundarschule Am Biegerpark. Anfangs war die Skepsis groß, jetzt ist die Schule zufrieden mit ihrer Filiale in der ehemaligen Hauptschule Beim Knevelshof.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Duisburg-Wanheim.  Die Sekundarschule Am Biegerpark war gegen den zweiten Standort. Nun zieht sie um – und plötzlich gibt es Lob für den Standort Beim Knevelshof.

Der Schulleiter nimmt es mit Humor, dass die Big Band der Sekundarschule Am Biegerpark zur Eröffnung des neuen Zweitstandorts Beim Knevelshof ausgerechnet den Titelsong zum Film „Titanic“ spielt. „Titanic, Eisberg, Schiff – das war die Stimmung, als wir gehört haben, dass unsere Schule an den Knevelshof zieht“, gibt Pavle Madzirov unumwunden zu. Wachsen wollte die Sekundarschule nicht, schon gar nicht an einem zweiten Standort. Doch inzwischen ist man an der Schule durchaus zufrieden mit dem Teilumzug.

Frisch gestrichen sind die Räume, in denen bis zum Ende des vergangenen Schuljahres die Schüler der Hauptschule Beim Knevelshof unterrichtet wurden. Jetzt ist die Hauptschule Geschichte; die Zukunft ist die Sekundarschule. Einige Kickertische stehen, noch unbespielt, im im bunten Graffiti-Look gestalteten Freizeitraum, in der Mensa wartet eine noch leere Vitrine auf die ersten Mahlzeiten für hungrige Schüler. Einiges an neuem Mobiliar ist schon angekommen, anderes noch nicht. Nicht schlimm, findet Madzirov, „es fehlen noch Kleinigkeiten: Bei dem einen Raum ein Smartboard, beim anderen eine Tafel.“

Digitalisierung soll den neuen Sekundarschul-Standort prägen

Die Digitalisierung, die der immer noch neue Schulleiter – er ist noch kein Jahr im Amt – schon am Standort Am Biegerpark vorangetrieben hat, sie wird auch die Filiale Beim Knevelshof prägen: In einem Klassenraum zeigt Madzirov ein Smartboard. An diese digitale Tafel können die Schüler drahtlos die Ansicht ihrer Tablets übertragen, gleichzeitig ist sie mit (speziellen) Stiften beschreibbar. Kreide: verstaubt und ausgemustert.

Den Standort wechseln müssen die Schüler der 9. und 10. Klassen, die ab diesem Jahr Beim Knevelshof lernen, nun doch – allerdings nur bis zu den Herbstferien. Denn die Fachräume, im Altbau angesiedelt, sind noch nicht fertig. Deshalb „werden wir ein bisschen an den Pausenzeiten schrauben müssen“, kündigt Madzirov an.

Schüler loben den neuen Standort der Sekundarschule

Die Schüler nehmen es entspannt, „das ist ja nur einmal durch den Park“, winken sie ab. Sie freuen sich über den neuen Standort. „Man kann gut die Fenster aufmachen, es ist sehr gemütlich“, lobt Kim. Lehem freut sich über die neuen Toiletten, „die sind sehr schön“, Gözde über den Schulhof: „Der ist größer, und es gibt mehr Bänke zum Sitzen.“ Und natürlich auf die Erweiterung der Mensa: Sie bekommt ein Café samt Sitzgelegenheiten drinnen wie draußen. Für diejenigen, die sich lieber bewegen als sitzen, hat der Schulleiter bei der Verwaltung noch etwas angefragt: einen Outdoor-Fitness-Parkour.

Von Titanic-Untergangsstimmung ist bei der offiziellen Eröffnung am Freitag keine Spur. Man freut sich auf die Herbstferien, allerdings nicht wegen der Pause, sondern weil in diesen zwei Wochen dann auch die Fachräume gestellt werden sollen. Darauf baut jedenfalls Pavle Madzirov: „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald mit voller Kraft vorausfahren werden – ohne Eisberg.“

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