Mit einem großen Fanmarsch, vielen Fahnen, Fangesängen und bengalischen Feuern haben hunderte Menschen am Sonntag in Duisburg die Meisterschaft des türkischen Fußballclubs Galatasaray Istanbul bejubelt. Gefeiert wurde vor allem entlang der Weseler Straße in Marxloh und vor dem Hamborner Amtsgericht. Nicht alle feierten friedlich: Ein bislang noch Unbekannter warf eine Flasche in Richtung einer Polizeibeamtin.

Galatasaray Istanbul ist am 38. Spieltag der Süper Lig zum 24. Mal türkischer Fußball-Meister geworden. Der Titelverteidiger gewann am Sonntag am letzten Spieltag bei Konyaspor mit 3:1 und behauptete damit seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf den Stadtrivalen Fenerbahçe.

Galatasaray-Fans feiern in Duisburg: Polizistin mit einer Flasche beworfen

Aufgrund der Feierlichkeiten und des hohen Personenaufkommens ist es am Sonntagabend im Duisburger Norden zu erheblichen Verkehrsstörungen gekommen. Betroffen war vor allem der Bereich vor dem Hamborner Amtsgericht. „Bitte umfahren Sie den Bereich weiträumig“, informierte die Polizei, die mit entsprechenden Kräften im Einsatz war. Zwischenzeitig stellte die DVG den Schienenverkehr der Linie 903 ein.

Weil pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden, fertigten die Beamten mehrere Ordnungswidrigkeiten- und Strafanzeigen. Zu Ausschreitungen sei es nicht gekommen, hieß es am Sonntagabend in einer ersten Rückmeldung der Polizei. Doch nicht alle feierten friedlich, wie die Ordnungshüter am Montag erklärten:

Ein bislang noch Unbekannter warf eine Flasche in Richtung einer Polizeibeamtin. „Ihr Einsatzhelm bewahrte sie vor ernsthaften Verletzungen“, teilt die Polizei mit. Gegen den Flaschenwerfer wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Kripo wertet nun Video-Material aus, um weitere Täter zu identifizieren.

Die Polizei warnt zudem: Durch das Abbrennen von Pyrotechnik kann es zu erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen kommen. Bengalisches Feuer kann Temperaturen bis zu 2000 Grad Celsius erzeugen, die schon ohne direkten Kontakt mit der Fackel zu Verbrennungen führen können. Auch das Einatmen von Rauchgasen ist schädlich, informieren die Beamten. Das gleißende Licht einer Leuchtfackel kann zu einer massiven Blendung der Augen führen. Die Wirkung von Pyrotechnik mit einer starken Rauchentwicklung könne nicht kontrolliert werden. Insbesondere in einer Menschenmenge sei die Gefahr groß, dass es so zu einer nicht kontrollierbaren Situation kommt.

Entlang der Weseler Straße in Marxloh gab es einen Fanmarsch.
Entlang der Weseler Straße in Marxloh gab es einen Fanmarsch.© Egemen Köse