Der Blick auf die Anzeigentafel dürfte den Anhängern von Rot-Weiss Essen gefallen haben. Links das Logo des DFB-Pokals, rechts daneben das Logo des Ruhrgebietsklubs und die große Eins. Lucas Brumme hatte den Drittligisten in der neunten Minute zur überraschenden Führung gegen den Bundesligisten geschossen. Am Ende stand auf der anderen Seite aber eine Zwei. RWE verlor das Spiel gegen den haushohen Favoriten trotz starker Leistung mit 1:2 (1:0).

Was beim genauen Blick auf die Anzeigetafel jedoch auffiel: Auf ein Logo der Leipziger verzichtete man an der Hafenstraße. Anstelle der beiden Bullen stand nur ein schlichtes „Gast“ auf der Anzeigentafel. Eine Retourkutsche? Immerhin hatte der Erstligist sich nach der Auslosung der zweiten Pokalrunde in den sozialen Medien keine Freunde in Essen gemacht.

Rot-Weiss Essen - RB Leipzig
RB Leipzig durfte sich über einen 2:1-Sieg bei Rot-Weiss Essen freuen.© Bernd Thissen/dpa | Bernd Thissen

Rot-Weiss Essen: Es gab mehrere Spitzen gegen RB Leipzig

Auf X (vormals Twitter) veröffentlichten die Sachsen eine Grafik. Dazu schrieb RB: „Wie bereits in der 1. Runde 2024/25 geht es zu Rot-Weiß Essen.“ Bei der Schreibweise, da ist der Drittligist bekanntlich eigen, das Doppel-s ist Pflicht. Auch beim Logo lag RB daneben, anstelle des aktuellen Vereinswappen der Essener wurde eine falsche Variante gezeigt.

Bei RWE konnte man sich damals eine kleine Spitze nicht verkneifen. „Falsches Wappen und Vereinsname falsch schreiben muss man erstmal schaffen...“ Dazu gab es einen irritierten Emoji.

Fan-Protest gegen RB Leipzig: Tor einbetoniert

Eine erste Aktion der Fans gegen die Pokal-Gäste gab es schon in der Nacht vor der Partie: Unbekannte betonierten den Zugang zum Gästebereich ein. Offenbar setzten sie eine Barriere, um RB-Anhängern den Zugang zu erschweren. Zwei Zäune wurden durch den Beton miteinander verschmolzen, so dass sich das Tor nicht öffnen ließ. Gegen 10 Uhr gelang es Mitarbeitern das Tor wieder zu öffnen.

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Schon in der Saison 2024/25 trafen die Essener im DFB-Pokal auf Leipzig, damals in der ersten Runde. Die frühe Führung zum 1:0 durch Ramien Safi konnte RWE damals aber nicht behaupten, am Ende besiegelte eine deutliche 1:4-Niederlage das Ausscheiden.