• Rot-Weiss Essen spielte am Sonntag in der 3. Liga 3:3 bei Alemannia Aachen.
  • In einem hochdramatischen Spiel kamen die Essener nach dem zwischenzeitlichen 1:3 noch zu einem Zähler.
  • RWE musste kurzfristig auf Klaus Gjasula verzichten. Das Fehlen des Anführers war der Mannschaft einmal mehr anzumerken.

Rot-Weiss Essen jubelt am Ende eines völlig verrückten NRW-Duells gegen Alemannia Aachen über einen womöglich noch ganz wichtigen Punktgewinn im Aufstiegsrennen. Bis wenige Minuten vor Schluss lagen die Essener mit 1:3 hinten, doch dann schlug Winter-Neuzugang Dickson Abiama doppelt zu und stellte in der Schlussphase auf 3:3. Ein Unentschieden, das sich für RWE schon fast anfühlt wie ein Sieg.

Alemannia Aachen - Rot-Weiss Essen
Dickson Abiama erzielte gegen Aachen einen späten Doppelpack für Rot-Weiss Essen.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Und das, obwohl die Rot-Weissen den Gastgebern am Tivoli lange hinterher rannten. Zu behäbig, zu fahrig, einfach nicht wach genug – die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat blieb zunächst lange unter ihren Möglichkeiten und sah schon wie der sichere Verlierer aus. Dann hatte Neuling Abiama seinen großen Auftritt.

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RWE-Leader Klaus Gjasula schmerzlich vermisst

Schmerzlich vermissten die Essener ihren Mittelfeldstrategen Klaus Gjasula. Der RWE-Leader konnte gegen die Alemannia nicht mitmischen. Die Probleme, die eine Reizung im Sprunggelenk verursacht, waren einfach zu groß.

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Diese Probleme hatten den 35-Jährigen schon zum Ende des Winter-Trainingslagers in der Türkei zu einer Unterbrechung gezwungen. Am Freitag konnte Trainer Uwe Koschinat nicht garantieren, dass sein Führungsspieler in Aachen auflaufen kann. „Klaus Gjasula hat heute trainiert. Wir haben die Hoffnung, dass er am Sonntag in Aachen auf den Platz zurückkehrt. Er ist etwas länger damit ausgefallen. Es ist nicht leicht, Einfluss auf den Heilungsprozess zu nehmen. Das hängt stark vom Schmerzempfinden des Spielers ab.“

Rot-Weiss Essen - Energie Cottbus
Klaus Gjasula konnte Rot-Weiss Essen bei Alemannia Aachen nicht helfen. Der Routinier hatte zu starke Schmerzen.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Rot-Weiss Essen bei Alemannia Aachen: Reisig ist gefragt

Die letzten beiden Spiele gegen die Kaiserstädter hatte Gjasula schon verpasst, RWE verlor beide Partien. Vor einem Jahr war Gjasula krank, als seine Mannschaft vor 31.500 Zuschauern von der Alemannia überrollt und gedemütigt wurde. Diesmal sprang ohne den Routinier zumindest noch ein Unentschieden heraus, sein Fehlen war der Mannschaft allerdings deutlich anzumerken.

Rot-Weiss Essen - TSV Havelse
RWE-Trainer Uwe Koschinat (r.) setzte in Aachen auf Neuzugang Ruben Reisig.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Gegen Aachen kam es auch auf Ruben Reisig an. Der Neuzugang feierte in der Vorwoche an Gjasulas Seite sein Startelf-Debüt und wusste zu überzeugen. In Hoffenheim spielte der 29-Jährige eine starke Hinrunde als klassischer Sechser. Dies muss Reisig nun auch in Essen unter Beweis stellen.

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Neben Gjasula fehlten Stürmer Jaka Cuber Potocnik (Aufbautraining), Torhüter Jakob Golz (Teilriss des Innenbandes) und Jannik Hofmann (Rotsperre) fehlen. Ahmet Arslan, der zum Ende des Winter-Transferfensters keinen neuen Verein gefunden hat, wird am Tivoli im RWE-Kader stehen, sicher auch aufgrund der Ausfälle.

RWE-Gegner Alemannia Aachen hat Manuel Riemann geholt

SC Verl - Rot-Weiss Essen
Immer auf Zündung: RWE-Trainer Uwe Koschinat war mit Rot-Weiss Essen zu Gast bei Alemannia Aachen.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Gegner Alemannia Aachen hat zu Wochenbeginn auf dem Transfermarkt kräftig nachgerüstet. Vier neue Spieler wurden verpflichtet, darunter die ehemaligen Bundesligaspieler Gideon Jung und Manuel Riemann, der langjährige Torhüter des VfL Bochum. „Manuel Riemann ist brutal erfahren, Gideon Jung ist ebenfalls ein Profi mit viel Ausstrahlung und Erfahrung. Die Alemannia verfügt über einen guten Kader“, hatte RWE-Trainer Koschinat noch über den aktuellen Essener Angstgegner gesagt. Dieses Mal konnte man Aachen aber zumindest noch ein Remis abringen.