Den 26. Oktober haben sich sechs Vereine aus der Judo-Bundesliga dick im Kalender angestrichen - dann nämlich steigt in der Wuppertaler Uni-Sporthalle das Saison-Finale, inklusive Entscheidung im Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Sowohl in der Nord- als auch in der Süd-Staffel gibt es aktuell noch je drei Bewerber für die beiden verfügbaren Plätze. Für die Judoka der Sport-Union Annen, das steht schon vor deren letztem Kampftag am Samstag (18 Uhr; Kälberweg) gegen den KSC Asahi Spremberg fest, bleibt indes nur die Zuschauerrolle.

„Leider haben wir zu oft knapp verloren, das war im Nachhinein schon ziemlich unglücklich“, denkt SUA-Trainer Stefan Oldenburg (37) zurück an die knappen 6:8-Niederlagen gegen den UJKC Potsdam und den Deutschen Meister Remscheider TV, die auch diesmal beide ganz vorne stehen in der Tabelle der Nordstaffel. Wobei am Samstag auch das Hamburger Judo-Team als Tabellendritter (ein Punkt Rückstand auf Remscheid) noch eine minimale Chance auf die Endrunden-Fahrkarte hat.

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Wir werden sicherlich etwas in den oberen Gewichtsklassen bis und über 100 Kilogramm machen müssen.

Stefan Oldenburg (37),, Trainer der Sport-Union Annen

Rang vier oder fünf wird es werden zum Abschluss der Gruppenphase für die Wittener Kampfsportler, die es mit dem punktgleichen Tabellennachbarn aus Brandenburg zu tun bekommen. „Auch wenn wir nicht in Wuppertal dabei sein können, war es insgesamt eine gute Saison für uns - mit Siegen gegen Bottrop und Walheim“, sagt Oldenburg. „Wichtig ist, dass wir uns am Samstag noch mal gut präsentieren vor unserem Publikum. Aufgestellt sind wir zumindest recht gut - auch wenn uns das internationale Trainingslager in Valencia nicht gerade gelegen kommt. Da sind einige deutsche und internationale Kämpfer vor Ort.“

Top-Judoka wie etwa Alexander Gabler, Martin Matijass oder Sirotullo Ikramov sind allerdings u. a. mit dabei in Witten gegen die unbequemen Spremberger, die es Annen in den vergangenen Jahren oft schwer gemacht haben. Alessio Murrone (demnächst bei der Studierenden-EM im Einsatz) und Julius Glaser (Vorbereitung auf die U-18-WM) fallen allerdings aus den SUA-Planungen.

Judo-Bundesliga: SU Annen gegen JC 66 Bottrop
Einmal müssen die SUA-Judoka am Samstag noch in der Bundesliga ran: Gegen den KSC Asahi Spremberg geht es um Rang vier für die Wittener.© FUNKE Foto Services | Stephan Lucka

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Obwohl die aktuelle Saison noch nicht ganz beendet ist, haben sich die Wittener Trainer Stefan Oldenburg und Marcel Haupt längst Gedanken gemacht über Verstärkungen für 2026. Einen Neuzugang habe man bereits unter Dach und Fach, einen Namen könne man jedoch noch nicht nennen. „Wir werden sicherlich etwas in den oberen Gewichtsklassen bis und über 100 Kilogramm machen müssen“, stellte Oldenburg klar. Auch anderswo wolle man den Kader noch breiter aufstellen, um der finanzkräftigen Konkurrenz u. a. aus Remscheid eventuell doch mal ein Schnippchen zu schlagen. Immerhin: „Uns wird nach der Saison nach jetzigem Stand niemand verlassen“, sagt Oldenburg nicht ohne Stolz. Für Kontinuität auf hohem Niveau ist beim Erstligisten also gesorgt.