Wenn im Frühjahr die Bundesliga-Wettbewerbe der Judoka starten, dann kann sich die Sport-Union Annen glücklich schätzen, unter anderem zwei frischgebackene Deutsche Meister der U-18-Junioren in ihren Reihen zu haben. Bei den Titelkämpfen in Leipzig sorgten Julius Glaser und Hannah Glauner, die beide ihr Erststartrecht für den JC Wermelskirchen haben, für herausragende Leistungen. Die Eigengewächse der SUA schrammten indes knapp am Edelmetall vorbei.
„Das war wirklich sehr eng, sowohl Thies Funke als auch Tabea Feldhaus hätten sich eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft auf jeden Fall verdient“, so Annens Nachwuchstrainer Roman Paris, der zusammen mit NRW-Landestrainer Jens Malewany die Betreuung der Aktiven in Sachsen übernahm. Sowohl Funke als auch Feldhaus beendeten die U-18-DM auf dem jeweils fünften Platz.
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Drei Kämpfer der SU Annen treten im 73-kg-Klassement an
Insgesamt hatten gleich fünf Aktive der Sport-Union die Qualifikation für den Bundesentscheid geschafft. Eher unglücklich verlief der Wettkampf allerdings für die DM-Neulinge Florian Loss und den aus Armenien stammenden Davit Poghosyan, die beide in der 73-kg-Klasse auf die Matte gingen. Die Wittener Talente schieden jeweils nach zwei Niederlagen aus, verbuchten das Turnier als wertvolle Erfahrung. Floss hatte Lospech, musste gleich gegen den späteren DM-Dritten Maksym Mishanov aus Wiesbaden antreten.
Ebenfalls nicht für eine vordere Platzierung reichte es bei Kiran Pawellek im 50-kg-Limit. Für den jungen Wittener war es bereits die zweite DM-Teilnahme. Nach dem Sieg im Auftaktkampf unterlag er dem späteren Bronze-Gewinner Al-Hasan Gaffarli (Leipzig), in der Trostrunde folgten dann für Pawellek ein weiterer Sieg und eine Niederlage. „Er hat sich aber teuer verkauft und insgesamt gute Kämpfe abgeliefert“, lobte Roman Paris.
Sie hat in Leipzig wirklich überzeugt und hat den Kampf um Bronze nur ganz knapp verpasst. Von ihr kann man noch viel erwarten.
Roman Paris,, Jugendtrainer der SU Annen, über Talent Zhanna Avetisian
Der sich vor allem freute über den couragierten Auftritt von SUA-Neuling Zhanna Avetisian. Die zierliche Armenierin ging in der Klasse bis 44 Kilogramm auf die Matte. Nach einem Freilos zum Auftakt musste sie sich Stella Obermeier (JV Ammerland Münsing) beugen, feierte dann aber zwei eindrucksvolle Siege in der Trostrunde. Erst im Duell mit Sina Chen (Dortmund) um den Einzug ins „kleine Finale“ wurde sie gestoppt und damit am Ende respektable Siebte. „Sie hat in Leipzig wirklich überzeugt und hat den Kampf um Bronze nur ganz knapp verpasst. Von ihr kann man noch viel erwarten“, so Paris.
Noch näher dran an einer Chance auf Edelmetall waren Tabea Feldhaus und Thies Funke, für die es unterm Strich jeweils Rang fünf gab. Feldhaus gewann nach einem Auftakt-Freilos im 63-kg-Limit zwei Kämpfe, war damit schon Pool-Siegerin. Im Halbfinale gegen die Homburgerin Luisa Stock stand sie dicht vor einem weiteren Erfolg, verlor dann aber hauchdünn im „Golden Score“. Gegen Lena Wendt vom SFV Europa aus Niedersachsen verlor die Wittenerin dann auch das Bronze-Duell.

Neuauflage des Finales bei der Westdeutschen Meisterschaft geht wieder an Glaser
Ähnlich unglücklich lief es in Leipzig für Annens Thies Funke, der nach seiner kürzlich erst erlittenen Schulterverletzung noch längst nicht wieder bei 100 Prozent war. „Dadurch konnte er erst spät wieder ins Training einsteigen“, sagte der SUA-Coach. Dennoch absolvierte Funke im 73-kg-Wettbewerb insgesamt fünf Kämpfe, gewann drei davon. Nach dem Gruppensieg musste er sich im Semifinale Jonathan Wiederhold (Kassel) beugen, der am Ende Silber holte. Im „kleinen Finale“ zog Funke gegen den Bottroper Roman Distel knapp den Kürzeren.
Herausragend indes, wie stark sich die beiden für Annen in der ersten Liga startenden Wermelskirchener Hannah Glauner und Julius Glaser präsentierten. Im Finale der 52-kg-Klasse besiegte Glauner die Osnabrückerin Matilda Wamhof, Clubkollege Glaser fertigte im Duell um Gold den Düsseldorfer Maximilian Gruber ab, den er schon im Endkampf der Westdeutschen Meisterschaft bezwungen hatte.
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