Drei Platzierungen in den Top-Ten: Das war am Freitag vermutlich die Vorentscheidung im Bundesliga-Titelrennen zugunsten der Frauen vom PV Triathlon TG Witten. Auch bei der Sprintdistanz im Allgäu, die den Aktiven vor allem wegen ihrer kraftraubenden Rad- und Laufstrecke wirklich alles abverlangte, vergrößerten die Wittenerinnen ihren Vorsprung auf die Konkurrenz noch um weitere vier Punkte. „Der Titel ist uns wohl nur noch zu nehmen, wenn wir beim letzten Rennen in Hannover gar nicht erst antreten“, meinte der Sportliche Leiter, Thomas Fehrs. Die PVT-Herren landeten auf einem passablen zehnten Rang, behaupteten sich im Mittelfeld.
„Das Rennen hatte schon eine ganz andere Dimension - das war ein völlig anderer Kurs, als man es normal gewohnt ist“, brachte es Thomas Fehrs nach dem Bundesliga-Rennen in Immenstadt treffend auf den Punkt. Knackige Steigungen auf dem Rad, dazu ein nur schwer zu bewältigender Anstieg auch auf der abschließenden Laufstrecke - das war enorm herausfordernd für die Athletinnen und Athleten. „Ja, das war wirklich schon besonders, einfach was ganz anderes. Aber irgendwie auch cool, mir hat‘s tatsächlich gefallen“, meinte Wittens Olympia-Starter Richard Murray (Niederlande), der im Herren-Rennen mit Platz 25 nach 57:21 Minuten die beste Platzierung seines Teams zustande brachte.
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Besser hätte es da gar nicht laufen können. Heute war am Ende Katharina Krüger unsere Gamechangerin.
Thomas Fehrs,, Sportlicher Leiter des PV Triathlon TG Witten, über die Neuntplatzierte
Wittens Rachel Klamer kämpft sich beim Laufen noch vor auf Platz drei
„Wir hatten bei den Männern auch wieder ein bisschen Pech. Samuel Linsenmeier konnte das Rennen nicht zu Ende bringen, Lukas Meckel hat bei dem Wechsel vom Schwimmen aufs Rad seinen Schuh verloren, musste die Strecke nur mit einem Radschuh bewältigen“, berichtete Fehrs. Am Ende belegte Meckel noch Rang 47, sein Bruder Max wurde 33., David Vollmann komplettierte die Mannschaft mit Platz 44. „Es hat uns wieder ein Quäntchen gefehlt, um hier am Ende mal zwischen Platz sechs und acht zu landen“, so der Sportliche Leiter. Tagessieger wurde der Franzose Jem Aurelien (Neckarsulm/54:32).
Hingegen strahlte Fehrs nach dem Wettbewerb der Frauen, die am Freitagnachmittag in Immenstadt den Anfang machten, über beide Ohren. „Besser hätte es da gar nicht laufen können. Heute war am Ende Katharina Krüger unsere Gamechangerin“, so Fehrs über die am Ende dank eines starken Finishs Neuntplatzierte, die im Allgäu schon dreimal die Olympische Distanz für sich entschieden hatte. 18 Sekunden vor ihr war Teamkollegin Merel Veltman auf Position acht ins Ziel gelaufen. Deren niederländische Landsfrau Rachel Klamer kämpfte sich auf den letzten Metern in 1:03,58 Stunden noch als sehr gute Dritte aufs Podest. Überzeugende Tagessiegerin wurde Kölns junge Ungarin Fanni Szalai (1:02,52).

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Viele Triathlonfans entlang der Strecke sorgen für tolle Atmosphäre
Was den Wettbewerb in Immenstadt so speziell machte, das war vor allem die unangenehme Laufstrecke - da mussten die Athletinnen vorab angesichts des unebenen Untergrunds schon gut überlegen, welches Schuhwerk sie zu wählen hatten. Ein Teil der zweimal zu laufenden Strecke führte querfeldein den sogenannten „Kuhsteig“ hinauf. „Das war eine Herausforderung für alle, die Ergebnisse wurden da noch mal ordentlich durcheinander gewirbelt - da gab‘s schon irre Szenen“, so Fehrs.
Entlang des sehr steilen Stücks standen die Zuschauenden in Zweier- und Dreierreihen, feuerten die Aktiven lauthals an - die hatten ihrerseits teils so viel Mühe, dass sie sich nur noch gehend die Anhöhe hinauf fortbewegen konnten. Da machte das Rennen selbst einem Crosslauf wirklich alle Ehre. „Das war quasi wie der Solarer Berg in Roth - nur eben beim Laufen“, zog der Kommentator im Livestream einen Vergleich zur berühmten Passage der Triathlon-Challenge im Fränkischen, bei der sich die Aktiven auf dem Rad durch Hunderte von Fans den Hügel hinauf kämpfen müssen.
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