Schwingen sich die Judoka der Sport-Union Annen noch zur dritten Kraft in der Nord-Staffel der Bundesliga auf? Zumindest könnten die Wittener ein starkes Signal senden durch einen Erfolg am Samstag (17 Uhr) beim langjährigen Rivalen und ehemaligen Deutschen Meister Hamburger Judo-Team.
Marcel Haupt, Trainer der SUA-Judoka, gibt sich allerdings vor der Reise an die Alster eher zurückhaltend - und das aus einem guten Grund. „Der Termin passt uns jetzt am Wochenende eigentlich überhaupt nicht. Fast alle unsere internationalen Kämpfer sind anderweitig im Einsatz bei Turnieren“, klagt Haupt, der am Samstag auch selbst nicht mit vor Ort sein kann wegen einer privaten Verpflichtung. Ursprünglich war das Annener Gastspiel in der Hansestadt für den ersten Kampftag Ende März angesetzt, doch schon frühzeitig bat das Hamburger JT um eine Verlegung, da seinerzeit keine Halle verfügbar war.
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Jetzt werfen internationale Trainingslager oder der Europacup am Wochenende im spanischen Benidorm die Annener Planungen ein wenig über Bord. „Wir werden unter anderem auch auf einige unserer Kämpfer aus der 2. Bundesliga zurückgreifen, damit wir überhaupt die Chance haben, zwischendurch Veränderungen vorzunehmen“, denkt Marcel Haupt an eventuelle taktische Kniffe, um das zu erwartende, starke Team der Nordlichter - u. a. mit dem Ex-Wittener Moritz Plafky - ein wenig zu ärgern.
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Aus dem Zweitliga-Kader reisen Linus Schreiber, der junge Ukrainer Renat Hyrskiy und Justus Galla mit nach Hamburg. „Gut möglich, dass wir dort die eine oder andere Erstliga-Premiere erleben“, blickt SUA-Trainer Stefan Oldenburg voraus. „Und vielleicht hat unser Gegner ja auch hier und da ein paar Probleme. Wir werden hinfahren und unser Bestes geben.“
Wir nehmen am Samstag nach Hamburg zwei Ausländer mit - einen ganz jungen und einen, der eigentlich schon in Judo-Rente ist.
Marcel Haupt,, einer der beiden Trainer der SU Annen
Immerhin lief es zuletzt schon in Potsdam trotz denkbar ungünstiger personeller Voraussetzungen recht ordentlich für die SU Annen, die in Brandenburg lediglich mit 6:8 verlor. Der jüngste 12:2-Erfolg in Berlin war dann Balsam für die angeknacksten Seelen der Wittener Judoka, die ja schon zum Auftakt gegen den Deutschen Meister aus Remscheid nicht vom Glück verfolgt wurden und vor heimischer Kulisse ein 6:8 hinnehmen mussten.
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„Wir nehmen am Samstag nach Hamburg zwei Ausländer mit - einen ganz jungen und einen, der eigentlich schon in Judo-Rente ist“, sagt SUA-Coach Marcel Haupt mit einem Augenzwinkern. Besagter Senior ist der Niederländer Ferdinand Ansah (31), der als Notbesetzung immer noch zur Verfügung steht für das in dieser Saison bei den Wittenern unterbesetzte Schwergewicht. „Grundsätzlich gilt: Die Hamburger müssen uns erstmals knacken. Im vorigen Jahr haben wir gegen sie auch nur unglücklich mit 6:8 verloren. Und wer weiß, vielleicht ist das Momentum ja auch mal auf unserer Seite und die Auslosung hilft auch noch mit“, so Marcel Haupt. Die Ausfälle von Top-Judoka wie Alessio Murrone, Jonas Schreiber, Martin Matijass und Sirotullo Ikramov seien allerdings dennoch eine enorme Hypothek.




