Dem amtierenden Deutschen Meister und erneutem Titelfavoriten Remscheider TV haben sie es zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison bei der hauchdünnen 6:8-Niederlage reichlich schwer gemacht. Doch jetzt müssen sich die Judoka der Sport-Union Annen mit den Widrigkeiten des sportlichen Alltags herumschlagen. Und da kommt auf das Team von Marcel Haupt und Stefan Oldenburg vor dem Gastspiel am Samstag (18 Uhr) beim UJKC Potsdam eine ganz knifflige Aufgabe zu.

„Eigentlich ist das ja gar nicht so meine Art, ich bin sonst eher immer der positive Typ“, sagt SUA-Coach Oldenburg vor der Tour zum langjährigen Rivalen nach Brandenburg. „Aber wir haben personell einige Probleme - das wird am Samstag echt schwer für uns.“ Anders als noch zum Auftakt gegen die Remscheider, als man taktisch ganz gut variieren konnte ob der größeren Auswahl, ist der Kader nun deutlich überschaubarer. Ganz großes Manko für die Annener: „Wir haben zwei zusätzliche Ausfälle zu beklagen, die schon schon ziemlich wehtun“, berichtet der SUA-Trainer.

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Ich sehe nicht, dass wir am Samstag irgendwie konkurrenzfähig wären. Aber natürlich werden wir alles reinwerfen und unser Bestes geben.

Stefan Oldenburg,, Trainer des Bundesligisten SU Annen

Namentlich werden nicht nur am Samstag Sirotullo Ikramov (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Martin Matijass (Muskelfaserriss) ausfallen. Beide dürften den Unionern gleich mehrere Wochen fehlen, damit auch in den Duellen bei Aufsteiger Berlin und in Hamburg nicht zur Verfügung stehen. „Und das in Gewichtsklassen, wo wir ohnehin schon nicht gut aufgestellt sind“, sagt Oldenburg. Vor allem die oberen Kategorien ab dem Mittelgewicht (bis 90 kg) bereiten den Wittenern Sorgen. Die entstandenen Löcher müssen mit anderen Akteuren gestopft werden - u. a. Oldenburg selbst, aber auch Maurice Püchel, Aeneas Paul oder Florian Kosch sind Alternativen.

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„Natürlich werden wir auch wieder auf ausländische Kämpfer zurückgreifen, aber die Auswahl ist derzeit schon arg begrenzt“, so der SUA-Coach, zumal Annens Top-Athleten wie Matthias Casse und Simeon Catharina wegen der parallel stattfindenden Europameisterschaft in Montenegro ohnehin nicht verfügbar sind. Stefan Oldenburg findet klare Worte vor dem Potsdam-Duell: „Ich sehe nicht, dass wir am Samstag irgendwie konkurrenzfähig wären. Aber natürlich werden wir alles reinwerfen und unser Bestes geben.“

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SU Annen suchte vor der Saison vergeblich nach nationalen Verstärkungen

Der Annener hofft insgeheim „auf drei, vier Überraschungen. Vielleicht kann ja ein Bastian Peters, der gegen Remscheid richtig stark gekämpft hat, da was holen.“ Grundsätzlich sei aber das größte Problem, dass man angesichts des schmalen Aufgebots für den Gastgeber, der mit einem 11:3 gegen den 1. Berliner JC in die Saison gestartet ist, leicht auszurechnen ist. „Das alles drückt natürlich schon ein wenig auf die Stimmung. Es fühlt sich fast schon wieder an wie im vorigen Jahr“, sagt Oldenburg - auch da war man personell limitiert. Und die erhofften Verstärkungen blieben bis auf Alexander Gabler aus, weil vor allem der nationale Markt nicht allzu viel hergab, die finanzstarken Clubs wie Remscheid oder Hamburg ihre Kader massiv vollgepackt haben.

Judo - SU Annen - Bundesliga 2025
Judo - SU Annen gegen Remscheider TV (6:8) - Bundesliga 2025 Luka Tsjakadoea Foto: Oliver Schinkewitz 12. April 2025© Oliver Schinkewitz | Oliver Schinkewitz