Fynn und Jona Schnieders spielen mittlerweile ihre zweite Saison für die SG Witten Baskets. Sie gehören im Landesliga-Team Woche für Woche zu den Leistungsträgern und setzen eine sportliche Laufbahn fort, in der sie gemeinsam neue Anreize brauchten.
Die beiden Brüder spielten schon immer in einer Mannschaft. Fynn ist mit 23 Jahren zwar ein wenig älter als Jona (21), doch das war kein Hindernis. „Als wir beim Herner TC in der U 12 antraten, waren wir beide noch weit von dieser Altersgrenze entfernt. Ich war erst acht, und später wurde ich in die höheren Altersklassen hochgezogen“, sagt Jona.
Konzept der SG Witten Baskets hat die Schnieders-Brüder überzeugt
Die Frauen des Herner TC waren Deutscher Meister und Pokalsieger, der Herren-Basketball spielt dort nur eine untergeordnete Rolle. Das merkten die Zwei, als sie sich bei den Bezirksliga-Senioren wiederfanden. Jona erklärt: „Das war eine Freizeit-Truppe, in der der Leistungsgedanke nicht an erster Stelle stand. Obwohl das alles nette Leute waren, suchten Fynn und ich andere Herausforderungen.“
Da kam die Anfrage aus Witten gerade richtig, sagt Fynn Schnieders: „Man erklärte uns, dass man im ersten Landesliga-Jahr oben mitspielen wolle und dann den Oberliga-Aufstieg anstrebe.“
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Die Landesliga stellt ganz andere Anforderungen
Die Herausforderungen kamen dann auch sehr schnell: „Wir mussten uns erstmal an die aggressivere Defense und das höhere Tempo gewöhnen“, so Fynn Schnieders. Auch der Fitness-Stand der Bezirksliga reichte nicht aus: „Da mussten wir doch schon eine Menge aufholen. Außerdem musste ich lernen, wie man verteidigt, das war bislang immer eine meiner Schwächen.“ Fynn feilte vor allem an der Technik: „Mein Dribbling ist nun sehr viel besser als noch vor einem Jahr.“
Diese Aufgaben bewältigten die Brüder gemeinsam, so wie sie bislang ihr ganzes Leben alles zusammen gemacht haben. Sie wohnen noch zusammen bei den Eltern in Herne-Holthausen, fahren gemeinsam zum Training und zu den Spielen. Außerdem studiert das Duo Sonderpädagogik in Bochum.
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Der Trainer ist eine guter Taktierer. Auf dem Feld unterstützen uns Alex Tecklenborg und Malte Braun, die beide schon höherklassig gespielt haben, aber auch alle anderen älteren Spieler stehen uns mit Rat und Tat zur Seite.
Jona Schnieders,, Landesliga-Spieler der SG Witten Baskets
Da bleibt es nicht aus, dass sie auch über die Spiele und die Leistung des Bruders diskutieren, gibt Fynn zu. Allerdings artet das nie in Auseinandersetzungen aus: „Das liegt wohl auch daran, dass wir beide Pädagogik studieren. Da wissen wir, wie man solche Diskussionen zu führen hat.“ Daher gebe aus auch nie harsche Vorwürfe, wenn einer die Leistung mal nicht abruft: „Wir führen da eher konstruktive Gespräche, wie der andere es besser machen könnte.“
Auch auf dem Feld spielen Fynn und Jona Schnieders fast die gleichen Rollen. Während Jona aber eher nur als Guard aufläuft, übernimmt Fynn auch die Rolle des Point Guard. Das ist den sechs Zentimetern geschuldet, die die Brüder dann doch noch trennen. Der 1,93 Meter große Fynn sagt: „Ich kann bei den Rebounds doch einiges mehr bewirken als Luca, der eher dafür geeignet ist, unter den Korb zu ziehen.“

Fynn Schnieders stellte einen neuen Dreier-Rekord auf
Fynn Schnieders ist außerdem als Shooter in der Liga gefürchtet. Es vergeht kein Spiel, in dem er nicht mehrere Dreier versenkt: „Meinen Senioren-Rekord stellte ich vor wenigen Wochen bei den Astro Stars IV auf, als ich sechsmal aus der Distanz traf. In der Jugend war ich schon sieben Mal erfolgreich.“
Die Brüder wissen aber auch, dass sie sich noch in der Lernphase befinden, und da finden sie bei den Baskets sehr viel Unterstützungen, so Jona: „Der Trainer ist eine guter Taktierer. Auf dem Feld unterstützen uns Alex Tecklenborg und Malte Braun, die beide schon höherklassig gespielt haben, aber auch alle anderen älteren Spieler stehen uns mit Rat und Tat zur Seite.“
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Das große Finale um den Aufstieg steigt in Derne
Das auserkorene Ziel Oberliga ist in greifbarer Nähe. Die SG ist ungeschlagen, benötigt noch drei Siege zum Aufstieg. Den könnte man ausgerechnet im Spitzenspiel bei Verfolger SV Derne II (29. März) dingfest machen. Fynn und Jona freuen sich da schon sehr drauf: „Eine bessere Dramaturgie kann es wohl nicht geben.“
Vorher steht an diesem Samstag (22. März, 19.30 Uhr; Viehmarkthalle) noch das letzte Saisonheimspiel gegen den TuS Hamm II an. „Zuletzt haben wir die Gegner auf die leichte Schulter genommen - das darf uns nicht noch mal passieren. Außerdem sind wir als Spitzenreiter die Gejagten. An den Aufstieg glauben wir beide aber ganz fest“, so das SG-Brüderpaar unisono.
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