Dreimal in Serie Deutscher Meister - das ist schon eine bemerkenswerte Leistung. Noch dazu in dieser Art und Weise: Mika Labes, herausragendes Ringer-Talent des Bundesliga-Absteigers KSV Witten 07, setzte sich bei der U-17-DM im nordbadischen Reilingen einmal mehr die Krone auf. Einen einzigen technischen Zähler gab er in all seinen Kämpfen ab - im Griechisch-römisch-Stil dominiert der Wittener seit Jahren die nationalen Ringermatten.

Nachdem der KSV-Youngster in den beiden vorigen Jahren noch in der Kategorie bis 55 Kilogramm zu Hause war, hatte sich der inzwischen 16-Jährige jetzt in die 60-kg-Klasse weiterentwickelt. Und auch hier zeigte der Wittener, dass er seinen Weg unbeirrt weitergeht. Denn am Ende stand am Sonntagmittag die erneute Meisterschaft für Mika Labes.

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Mit insgesamt 30 jungen Athleten war seine Klasse außerordentlich gut besetzt. Sechs Kämpfe hatte er bei der Deutschen Meisterschaft zu bestreiten, sechs Siege standen auf seinem Konto, 48:1-Wertungspunkte waren die überzeugende Ausbeute des Schützlings von Jugendcoach Mirko Englich, dem Olympiazweiten von Peking 2008. In fünf Begegnungen wurde er am Samstag Sieger durch technische Überlegenheit: Wladislaw Melnikov (Adelhausen) besiegte er mit 11:0, gegen Otis Genth (Apolda) wurde es ein 9:0, gegen Maxim Mollenhauer (Frankfurt/O.) und Henry Schmidt (Gelenau) jeweils ein 8:0 und gegen Philipp Friedrich (Hüttigweiler) erneut ein vorzeitiges 9:0.

Damit hatte der KSV-Ringer im Eiltempo das Finale erreicht, das ihn – wie im Januar beim Sichtungsturnier des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) – gegen den Reilinger Lokalmatador Christiano Liebzeit führte. Den hatte Labes seinerzeit nach Punkten bezwungen, und auch jetzt setzte er sich wieder durch. Liebzeit hatte im letzten Kampf der Veranstaltung natürlich das heimische Publikum auf seiner Seite, doch Labes bot eine starke kämpferische Leistung.

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Von Trainer Mirko Englich gut eingestellt, siegte Labes am Ende zwar relativ knapp, dennoch aber hochverdient mit 3:1 nach Punkten. „Es hört sich eng an – Mika hatte den Kampf aber unter Kontrolle und am Ende sicher gewonnen“, meinte dann auch der stolze Trainer. Dabei sah er den U-17-Athleten noch benachteiligt, weil eine Strafe wegen Regelverstoßes des Kontrahenten zwar von Mattenleiter und Punktrichter angezeigt, von der Mattenpräsidentin aber nicht bestätigt wurde. Dennoch langte es am Ende zum Sieg, als Mika Labes einen Konter setzte und damit das Finale für sich entschied.

Für das Ausnahmetalent aus der Ruhrstadt stehen nun internationalen Aufgaben an – für den KSV Witten derweil die Deutsche Meisterschaft der U-14-Ringer, die vom 21. bis 23. März in der Husemannhalle ausgerichtet wird. Und wo der frisch gekürte Deutsche Meister dann zum Helferstab gehören wird . . .

Ringen - DM U-17-Junioren - Mika Labes - KSV Witten
Diese Position kennt er schon: Mika Labes (M.) vom KSV Witten 07 holte sich bei der U-17-DM in Reilingen Gold - sein drittes in Serie, diesmal in der 60-kg-Klasse.© KSV Witten 07 | KSV Witten

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