Durch den Rückzug der TG Rote Erde Schwelm steht schon ein Absteiger aus der Handball-Verbandsliga 3 fest. Damit entspannt sich die Lage für den Wittener TV im Kampf um den Klassenerhalt aber nur auf den ersten Blick. Trainer Philipp Gallinowski weiß, dass es noch eine Menge zu tun gibt, und am Samstagabend (19 Uhr, Kreissporthalle) gegen den RSVE Siegen zwei Punkte hermüssen.

Schwelms freiwilliger Abstieg in die Bezirksliga hat am Dienstag eingeschlagen wie eine Bombe. Die Personalstruktur beim Tabellenzehnten lässt leistungsorientierten Handball in der Verbandsliga nicht mehr zu, und daher wird es dort einen Neuanfang geben. Auch der Ex-Herbeder Matthias Schmitz hat sich daher einen neuen Verein gesucht und bei der TG Voerde (Oberliga) angeheuert.

Trainer des Wittener TV sieht noch die Folgen der Corona-Delle

WTV-Trainer Philipp Gallinowski will aber nicht durchatmen, auch wenn es nun eventuell nur einen festen Absteiger gibt und der Vorletzte sich noch über Entscheidungsspiele würde retten können. Er macht sich in erster Linie eher Gedanken über die strukturelle Lage des Handballsports: „Viele Clubs haben ein Nachwuchs-Problem. Das hat auch was mit der langen Corona-Pause zu tun, in der viele Jugendliche aufhörten und anschließend nicht mehr für den Sport zu begeistern waren. Das ist bei den weiblichen Handballern sogar noch schlimmer als bei den Männern.“

Die Abstiegsfrage sei aber noch lange nicht geklärt, warnt Philipp Gallinowski: „Unsere vier Punkte Vorsprung bedeuten gar nichts. Die Saison ist noch lang, und ich glaube, dass Letmathe und Schlusslicht Welper noch alle Chancen haben, die Gefahrenzone zu verlassen.“

Gegen den RSVE Siegen ist der Rückraum der Gastgeber dünn besetzt

Sein WTV hat aber alles in eigener Hand: „Die Leistungen der letzten Wochen waren gut, doch nun müssen wir auch mal als Sieger vom Feld gehen.“ Gegen den Tabellenzehnten hat Philipp Gallinowski aber Probleme im Rückraum: „Paul Jollet, Jan Rettstadt und auch Jonas Oberbossel sind nicht mit dabei. Wir wollen aber unseren Heimvorteil nutzen und in eigener Halle eine Macht bleiben.“

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