Mit selbstbewussten Zielen war Klara Erten von der Sport-Union Annen zur Deutschen Meisterschaft der U-21-Juniorinnen gefahren. „Das war vorher schon mit meinem Landestrainer Jens Malewany besprochen - in Richtung Podiumsplatzierung sollte es für mich schon gehen“, so die 17-Jährige nach den Titelkämpfen in Potsdam. Aufgegangen ist der Plan auf alle Fälle, am Ende baumelte eine Bronzemedaille um den Hals der Bundesliga-Athletin des Wittener Clubs.
Kaum ist mit der Deutschen Meisterschaft einer der ganz großen Höhepunkte des neuen Sportjahres schon wieder vorbei, drückt Klara Erten daheim an einem Lippstädter Gymnasium bereits wieder die Schulbank. „Ich will ja in diesem Jahr mein Abitur machen“, so die hochveranlagte Judokämpferin, die schon seit einiger Zeit bei der SU Annen ihre neue sportliche Heimat gefunden hat.
Auch interessant
Bis zum Halbfinale lässt Top-Talent der SU Annen der Konkurrenz keine Chance
In der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm gehörte Klara Erten in Brandenburg durchaus schon zum erweiterten Favoritenkreis, obwohl sie erst im zweiten Jahr in dieser Kategorie unterwegs ist. Dafür ist es aber das Premierenjahr in der U 21, und auch dort galt es für sie erstmal, sich dort zurechtzufinden, sich ihren Platz zu erkämpfen.
„Klara hat das bei der Deutschen Meisterschaft wirklich hervorragend gemacht, hat sehr dominant gekämpft bis zum Halbfinale“, so das Lob von SUA-Trainer Stefan Oldenburg, der sie in Potsdam ebenso wie Jens Malewany betreute. Drei Duelle entschied sie eindeutig und vor Ablauf der regulären Kampfzeit für sich, stand damit im Halbfinale. Dort ging es für Erten gegen Tabea Mecklenburg vom Polizei SV Berlin, eine der Top-Favoritinnen und auch schon ein Jahr älter als die SUA-Athletin. „Zweimal habe ich gegen sie zuvor schon gekämpft, aber beide Male verloren“, so die 17-Jährige. Die in Potsdam das Duell ganz lange offen hielt, es in die Verlängerung („Golden Score“) schaffte. „Da hat sie mich dann aber irgendwie in einer Situation umgedrückt“, beschreibt Erten die Szene, als sie das Gleichgewicht verlor und ihrer Gegnerin so die entscheidende Wertung gelang. Im Kampf um Bronze war die Wittenerin dann wieder hoch überlegen, fertigte Anhelina Guzyk (Chemnitz) vorzeitig ab.
Auch interessant
Internationales Turnier in Bad Blankenburg ist nächstes Ziel
Trotzdem: „Die Bronzemedaille für Klara ist allemal ein toller Erfolg in ihrem ersten U-21-Jahr“, sagt Stefan Oldenburg. Dessen SUA-Schützling sich nun erstmal wieder auf die Abi-Vorbereitungen konzentrieren kann - und dann auch auf die kommenden Turniere, u. a. den internationalen Vergleich in Bad Blankenburg.
Mehr zum Sport in Witten
- Annens Kleinste verdient sich großen Respekt bei der U-18-DM
- Herbeder Kapitän die tragische Figur - Phönix Bochum im Viertelfinale
- Jüngster Ringer-Nachwuchs kämpft in Witten um die NRW-Titel
- Wittener Titel-Duell spitzt sich zu - das zeichnet die Rivalen aus
- Überraschungssieg: FSV Witten bringt Zündstoff ins Titelrennen
- Europameisterschaften: Wittener Ringer fühlt sich verschaukelt
- Buth stoppt Talfahrt des TuS Heven - veränderte Taktik zahlt sich aus
- Pleite für SV Herbede - aber Bommerns Joker stechen gleich doppelt
- Kult-Fan des VfL Bochum schaut bei Top-Spiel des Wittener TV zu
Mehr zum Sport
Weitere Berichte aus dem Lokalsport in Witten lesen Sie hier




