Außerordentlich erfolgreich waren Ringerin und Ringer des KSV Witten 07 bei den NRW-Landesmeisterschaften in Lünen. Gleich fünf Titel gingen in die Ruhrstadt, dazu je eine Silber- und Bronzemedaille – eine ausgezeichnete Bilanz für den KSV, denn alle Wittener Akteure kehrten so mit Edelmetall zurück. Der VfK Lünen-Süd hatte ein Mammutturnier zu organisieren, das in der Sporthalle Dammwiese auf fünf Matten abgewickelt wurde.
Je einmal Gold gab’s für die KSV-Aktiven im griechisch-römischen Stil und im weiblichen Ringkampf. Dazu fehlten sogar noch potenzielle Medaillenkandidaten wie Nico Brunner oder Noah Englich bei den Klassikern oder Lotta Englich bei den Frauen.
Top-Talent des KSV Witten hat wenig Mühe auf dem Weg zum Titel
So durfte sich das Trainerteam mit Klaus Eigenbrodt, Andrej Perpelita und Mirko Englich über eine prima Ausbeute freuen – gerade die jungen Ringer, die künftig das Gerüst des Wittener Zweitliga-Teams sein sollen, wussten zu überzeugen. Der erst 16-jährige Mika Labes setzte sich auch bei den Männern in seinen beiden Kämpfen sicher durch. Das Feld in der 63-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil war allerdings überschaubar.
Mehr Konkurrenz herrschte in den Freistil-Kategorien. Drei Gewichtsklassen gingen an die KSV-Athleten: Der aus der Ukraine stammende Roman Pylypenko (70 kg), Emin Salviz (74 kg) und Gregor Eigenbrodt (79 kg) holten die Landestitel, in der 65-kg-Klasse scheiterten Mujtaba Faizi (2.) und Justus Eigenbrodt (3.) nur knapp.
Die beiden EM-Fahrer des KSV Witten holen ebenfalls Gold
Roman Pylypenko ging sechsmal auf die Matte und kam dabei zu fünf technischen Erfolgen und einem Schultersieg – eine ganz klare Angelegenheit für den jungen Ringer, der für alle Kämpfe mit 62:6 technischen Punkten nur gute zehn Minuten benötigte. Nach fünf erfolgreichen Partien stand der Titel auch für Emin Salviz fest: Viermal gewann der U-23-EM-Teilnehmer technisch überlegen, sammelte 50:1-Punkte. Im Finale reichte ein sicherer 3:0-Punktsieg gegen einen Ringer vom TV Walheim zur Meisterschaft.
Hoch überlegen präsentierte sich auch Gregor Eigenbrodt in der mit 21 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse. Sechs Kämpfe hatte der Wittener wenige Wochen vor der U-23-EM zu absolvieren, sammelte 52:2-Punkte und musste lediglich gegen den Kölner Eliseev beim 12:2 Gegenpunkte hinnehmen. In knapp 14 Minuten hatte Eigenbrodt seine Begegnungen beendet.

Viviane Herda gewinnt das Duell gegen Annens Leni Seelig
Nach drei Kämpfen stand der Meistertitel für die einzige KSV-Amazone fest: Viviane Herda feierte zweimal eine technische Überlegenheit. Lediglich gegen Leni Seelig vom Oberligisten SU Annen (Einzelstartrecht für AC Ückerath) musste sie über die Zeit gehen, hatte den Kampf beim 8:3-Erfolg jedoch jederzeit im Griff.
Nur knapp verfehlten Mujtaba Faizi und Justus Eigenbrodt den NRW-Titel. Bereits in der ersten Begegnung trafen sie aufeinander, Faizi gewann hier technisch überlegen. In den Folgekämpfen gab es zwei weitere technische Erfolge. Im Finale verlor Faizi nach offenem Kampf mit 4:6 gegen einen Aktiven des KSV Velbert, wurde Vizemeister.
Deutsche Meisterschaft vom 20. bis 22. Juni in Elsenfeld
Justus Eigenbrodt steigerte sich nach der Auftaktniederlage gegen seinen Vereinskameraden deutlich: Nach zwei Überlegenheitssiegen und einem deutlichen Punkterfolg (11:3) erreichte er das kleine Finale und gewann auch hier technisch überlegen - Bronze.
Bis zu den Deutschen Meisterschaften haben die Wittener KSV-Akteure noch einige Vorbereitungszeit: Erst vom 20. bis zum 22. Juni treffen sich Deutschlands beste Athletinnen und Athleten in Elsenfeld (Landkreis Miltenberg), um ihre Meisterinnen und Meister zu küren.
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