Als Paul Schütte den Ball wenige Sekunden vor Schluss im hohen Bogen ins leere Tor des Karlsruher SC schoss, sprangen die Fans des PCF Mülheim auf der Tribüne laut jubelnd auf. Es war der Treffer zum 7:4-Endstand im Hinspiel der Relegation zur Futsal-Bundesliga - der Primero Club hat nun allerbeste Chancen auf den Aufstieg. Der KSC hingegen wurde für eine riskante Spielweise bestraft.
Während die Karlsruher etwas bedröppelt das Spielfeld der Halle an der Boverstraße in Dümpten verließen, machten die PCF-Spieler vor ihrem Publikum die Welle. Teil eins des Aufstiegsmärchens ist geschrieben. „Es ist aber erst die erste Halbzeit, in Karlsruhe geht es für uns wie bei 0:0 weiter“, warnte gleich Trainer Alen Devcic vor dem Rückspiel in Baden am 16. Mai.
Futsal-Bundesliga: Zwei späte Tore können für die Mülheimer noch sehr wertvoll sein
Lange sah es danach aus, als würde es im zweiten Spiel der Relegation eine ganz knappe Kiste werden, denn die Mülheimer führten lange nur einem Tor Vorsprung. Der KSC ging dann bereits über vier Minuten vor dem Ende ins Risiko, spielte mit fliegendem Torwart und fing sich dadurch noch die letzten beiden Gegentreffer. „Von mir aus können sie gerne öfter ,Flying‘ spielen“, scherzte hinterher Mülheims erster Torschütze Yassine Bentaleb.
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„Es ist ganz wertvoll, was hinten raus passiert ist“, meinte PCF-Klubchef Alexander Prim. Ganz lange sah er ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn seine Mannschaft mehrfach auf zwei Tore Vorsprung stellen konnte. „Wir hatten auch nicht so gute Phasen und müssen ehrlicherweise froh sein, dass es nicht enger zusammengerückt ist“, analysierte Prim. In eigener Überzahl nach einer Roten Karte spielte der PCF nicht gut, sah sich dann lange einem guten Überzahlspiel der Karlsruher gegenüber - und konnte sich daraus erst ganz zum Schluss mit den beiden Toren befreien. „Mit einem Tor Vorsprung nach Karlsruhe zu fahren, wäre schwierig geworden, jetzt müssen sie sich taktisch umstellen“, so Prim.

Mülheim hält gegen routinierten Karlsruher SC gut dagegen
Auch der Coach war froh, dass seine Mannschaft bis zur letzten Sekunde den Fokus behalten hatte. „Wir haben gut reagiert gegen die gegnerische Überzahl. Karlsruhe hat einige Ex-Nationalspieler dabei und wir wussten, dass es auch körperlich ein hartes Spiel wird. Aber die Verteidigung ist unsere Stärke, das haben wir über die ganze Saison gezeigt“, sagte Alen Devcic.
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Vor dem Rückspiel steht neben Ramiz Chovdarov auch noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Fedor Brack, der verletzt ausgewechselt werden musste. Devcic wollte aber zunächst auch erst einmal den Sieg im Hinspiel genießen. „Wir haben alle stark gearbeitet für das Spiel. Es hat hoffentlich auch Spaß gemacht für die Zuschauer, ich fand es war eine gute Präsentation für Futsal in Mülheim.“






