Der zuletzt in Bocholt noch angeschlagen ausgefallene Tim Broshog stand beim Moerser SC am Samstagabend zwar wieder in der Start-Sechs. Dafür fehlte der beruflich verhinderte Lukas Schattenberg Die Anwesenheit des ehemaligen WM-Bronzegewinners in der Unisporthalle bei den Münster Volleys sorgte allerdings nicht dafür, dass die Adler in der 2. Volleyball-Bundesliga gleich zum nächsten Höhenflug anzusetzen wussten. Im Gegenteil: Nach eher dürftiger Leistung und drei vergebenen Matchbälle im Entscheidungssatz stand eine ärgerliche 2:3 (26:24, 23:25, 19:25, 25:22, 17:19)-Niederlage zu Buche.

Moerser SC spielt gegen den Tabellenführer TuS Mondorf

Vor dem Heimspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Enni-Sportpark) gegen den Tabellenführer TuS Mondorf bleibt der MSC bei vier Punkten aus vier Spielen in der unteren Tabellenhälfte kleben. „Wir sind nicht konstant in unseren Leistungen und waren diesmal auch nicht gut genug. Wir müssen schnellstens aufarbeiten, warum das so ist“, erklärte der hörbar enttäuschte Cheftrainer Hendrik Rieskamp wenige Minuten nach der dritten Saisonniederlage.

Kam beim Moerser SC gegen Ende des zweiten Satzes zum Einsatz: Mittelblocker Jascha Pricken.
Kam beim Moerser SC gegen Ende des zweiten Satzes zum Einsatz: Mittelblocker Jascha Pricken.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

In Münster zeigten die Gäste zwar im ersten Durchgang durchaus Nervenstärke. Tim Broshogs Block sorgte für ein 26:24 nach 23:24-Rückstand. Danach allerdings lief Moers immer der Musik einige Takte hinterher. Da nutzten auch diverse Auszeiten nichts. Trainer Rieskamp brachte kurz vor Ende des zweiten Satzes Jascha Pricken für den in Bocholt noch verletzt ausgefallenen Mittelblocker Luis Bartsch. Eine Spielwende bedeutete dies aber auch im dritten Satz nicht, der relativ deutlich in die Binsen ging. Ein gutes Blockspiel eben mit Pricken und auch mit Tim Ihde war dann gegen Ende des vierten Satzes der Garant für das 25:22.

Moerser SC führt im Entscheidungssatz schon mit 14:12

Im Entscheidungssatz lag Moers über 8:5 mit 14:12 vorn. Beide Matchbälle wurden allerdings verschenkt. Zuspieler Nico Haug setzte seinen Aufschlag ins Netz, Luca Wagner versiebte anschließend einen klaren Schmetterball zum möglichen 15:13 ins Seitenaus. Den dritten MSC-Matchball wehrte Münster bei 17:16 ab. Um selber den zweiten Pluspunkt des Abends nur zwei Ballwechsel später noch einzusammeln.

Bester Adler im Dress des Moerser SC am Samstagabend in Münster: Libero Andre Illmer (in Rot).
Bester Adler im Dress des Moerser SC am Samstagabend in Münster: Libero Andre Illmer (in Rot).© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Kein Wunder, dass Cheftrainer Hendrik Rieskamp erst einmal enttäuscht auf seinem Stuhl hockte, als die Spieler des Abends geehrt wurden. Libero Andre Illmer erhielt auf Seiten der Gäste das Trost-Silber. „Wir waren mal wieder zu hektisch. Es hat überall phasenweise gemangelt“, befand der Coach nach dem 135-minütigen Volleyball-Marathon. Es gibt also noch viel zu tun beim Moerser SC, soll es nicht eine Saison im Abstiegskampf werden.

MSC-Start-Sechs: Bertea, Djordjevic, Ihde, Bartsch, Broshog, Wagner; Libero: Illmer – eingewechselt: Pricken, Schumann, Haug, Pukownik.