Am Pferdeturm in Hannover ist in den vergangenen Jahren für den Herner EV nicht viel zu holen gewesen. Der letzte Miners-Sieg im Eishockeytempel der Indians datierte vom September 2022 und auch an diesem Freitag mussten die Gysenberger eine Niederlage quittieren. Mit 1:7 (0:1, 1:4, 0:2) fiel die am Ende auch noch ziemlich deutlich aus.

Schon mit ihrem ersten gefährlichen Angriff gingen die Gastgeber vor der imposanten Kulisse von 4379 Zuschauern in Führung. Ausgerechnet gegen seinen alten Verein gelang Tim Lucca Krüger sein erster Saisontreffer – dann flogen erstmal die Stofftiere zum Teddybear Toss und Aufräumen war angesagt. Die erste Unterzahl überstand der HEV kurz darauf und hatte Glück bei einer knappen Abseitsentscheidung gegen die Indians, die wie beim 1:0 zu schnell für die Herner Defensive gewesen waren.

Oberliga Nord: Herner EV verpasst zu Beginn des zweiten Drittels knapp den Ausgleich

„Mit unserem kurzen Line-Up sieht das noch ganz okay aus“, fand HEV-Stürmer und Ex-Indian Mike Mieszkowski in der ersten Pause und meinte damit wohl in erster Linie das defensive Auftreten seines Teams. Vorne kam zu wenig Druck auf das Tor der Niedersachsen, die mit einer verdienten Führung in die Kabine gingen.

Herner EV vs. Rostock Piranhas
Stand in der Oberliga-Saison 2023/24 noch für den Herner EV auf dem Eis, am Freitag knipste er für die Hannover Indians die frühe Führung gegen die Miners: Tim Lucca Krüger (am Puck).© Jonas Richter

Direkt nach Wiederbeginn hätte der Tabellenführer allerdings fast den Ausgleich kassiert und der HEV setzte nach. Die Miners hatten durch Tommy Munichiello auch die nächste gute Chance und kurz das Momentum, doch zwei Strafen löschten das Herner Strohfeuer schnell. Die Indians nutzten die doppelte Überzahl zum 2:0 und hatten wieder alles im Griff. Torschütze war mit Emil Lessard Aydin ein weiterer ehemaliger Herner und nach einem Konter zum 3:0 war die Vorentscheidung gefallen.

Bis dahin hatte der ersatzgeschwächte HEV ordentlich mitgehalten, doch nun häuften sich die Fehler. Ein Puckverlust in der eigenen Zone führte zum 4:0 und spätestens jetzt war an eine Wende nicht mehr zu denken. Munichiello verkürzte zwar im Gegenzug, doch die Indians antworteten ebenfalls postwendend. Die Ordnung in der Herner Abwehr war dahin und der Rest für den Tabellenführer nur noch Formsache.

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„Im ersten Drittel haben wir die Dinge noch gut umgesetzt, doch dann haben sich die individuellen Fehler gehäuft. Das wurde bestraft. Wir sind auch im letzten Drittel nochmal gut rausgekommen, aber dann gab es wieder individuelle Fehler“, fasste HEV-Trainer Dirk Schmitz die 60 Minuten aus seiner Sicht zusammen.

  • Tore: 1:0 (3:22), 2:0 (24:19, 5-3), 3:0 (27:58), 4:0 (32:06), 4:1 (32:41) Munichiello (Ford/Grunewald), 5:1 (34:44), 6:1 (54:20), 7:1 (55:14).
  • Strafminuten: Hannover 15 – Herne 13.

Eishockey-Oberliga: Heimspiel gegen die TecArt Black Dragons Erfurt am Sonntag

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