Auch das dritte Revierderby zwischen den Duisburger Füchsen und dem Herner EV endete mit einem Sieg der Heimmannschaft. Ein solides Anfangsdrittel war zu wenig für die Miners – am Ende feierte der EVD mit einem 7:3 (0:1, 5:1, 2:1) im zwölften Heimspiel den zehnten Sieg.

Vor 1405 Zuschauern deutete am Freitag zunächst wenig auf ein derart klares Endresultat hin. Beide Mannschaften lieferten sich zu Beginn ein Derby auf Augenhöhe, bei dem die Gäste anfangs etwas präsenter in der Offensive wirkten. Die erste klare Chance hatten zwar die Füchse, doch die trafen das leere Tor nicht – dafür brachte Mike Mieszkowski seine 106 Kilo Lebendgewicht auf der anderen Seite entscheidend zur Herner Führung zur Geltung.

Oberliga-Revierderby: Herner EV verliert im zweiten Drittel die Spielkontrolle

Duisburg antwortete mit einem Pfostenschuss – der Videobeweis zeigte deutlich, dass die Scheibe nicht hinter der Torlinie war. Den Rest erledigte HEV-Goalie Dean Döge, der sein Team ohne Gegentreffer in die erste Pause brachte.

Luis Üffing, Duisburgs Neuzugang mit viel DEL-Erfahrung, wünschte sich zur Pause mehr Verkehr vor dem Herner Tor und er sollte ihn bekommen. Der HEV verlor immer mehr Scheiben in der eigenen Zone und damit auch die Spielkontrolle. Die Füchse nutzten die entstandenen Lücken und verwerteten dabei noch längst nicht alle klaren Chancen. „Es hat ein kleines Gespräch gegeben. Danach haben wir einfach gespielt“, gab EVD-Coach Frank Petrozza nach dem Duell mit seinem Ex-Club einen kurzen Einblick ins Pausengeschehen in der Duisburger Kabine.

Herner EV vs. Herforder EV
Trainer Dirk Schmitz vom Herner EV hatte eine einfache Erklärung für die 3:7-Niederlage bei den Füchsen Duisburg.© FUNKE Foto Services | Jonas Richter

Dass die Miners erneut einige Ausfälle zu verkraften hatten, war im zweiten Drittel nicht mehr zu übersehen. „Wir haben über 60 Minuten nicht ins Spiel gefunden. Die Jungs waren platt“, erklärte HEV-Trainer Dirk Schmitz nach kraftraubenden Wochen mit zwei Dienstagsspielen.

Herner EV: Schmitz wechselt in Duisburg im Schlussdrittel den Torwart

HEV-Kapitän Justus Meyl kratzte im Pauseninterview noch einmal allen verbliebenen Optimismus zusammen, doch nach fünf Gegentreffern in 20 Minuten war für die Gäste nichts mehr zu retten. Dirk Schmitz beorderte Brad Snetsinger noch in den ersten Sturm und wechselte den Torwart, doch großen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte das nicht mehr.

Nach dem spielfreien Sonntag empfängt der HEV am nächsten Freitag um 20 Uhr den Namensvetter aus Herford. Zwei Tage später geht es zu den Rostocker Piranhas (19 Uhr).

  • Tore: 0:1 (8:30) Mieszkowski (Stöhr/Müller), 1:1 (22:44), 2:1 (23:52), 3:1 (29:00), 3:2 (32:57) Stöhr (Müller/Meyl), 4:2 (36:12, 5-4), 5:2 (39:28), 6:2 (47:11), 6:3 (51:34, 5-4) Munichiello (Enock/Ford), 7:3 (52:58).
  • Strafminuten: Duisburg 10 – Herne 8.